• Gigantes - Handlung und Besetzung

    Bruderkampf bis aufs Blut


    Mit brutaler Härte beherrscht der Clan der Guerreros den Drogenhandel in Spanien. Nach dem Tod des kaltblütigen Familienoberhaupts Abraham kämpfen seine Söhne um die Macht – und gegen Feinde, die vor nichts zurückschrecken.

    Gigantes läuft seit 7.2. in Deutschland bei MagentaTV.

  • Die Story

    Blut, Schweiß und Drogen

    Die Handlung von Gigantes beginnt im Jahr 1987: Nach dem Tod der Mutter sind die drei Guerrero-Jungs Daniel, Tomás und Clemente ihrem brutalen und herzlosen Vater Abraham ausgeliefert. Der erzieht seine Söhne mit harter Hand, duldet weder Widerspruch noch Tränen und zwingt sie, bei seinen kriminellen Geschäften mitzumachen. Hinter der Tarnung eines ehrwürdigen Antiquitätenladens blüht der Drogenhandel. Rivalen werden skrupellos ausgeschaltet, Geschäftspartner mit Drohungen gefügig gemacht. Bald zählt der Guerrero-Clan zu den mächtigsten kriminellen Banden in Spanien.

    Während Daniel zur rechten Hand des Vaters aufsteigt und genauso brutal und unerbittlich die Interessen der Familie durchsetzt wie das Clan-Oberhaupt, versucht Tomás, das Geschäft mit modernen Methoden umzubauen. Damit scheitert er vorerst am Widerstand seines Vaters, der sich auch an der Ehe Tomás’ mit der Tochter einer Roma-Familie stößt.

    Den Roma-Clan lässt Abraham aus der Stadt vertreiben, um sein Drogenkartell auszubauen. Die beiden Familien verbindet eine hasserfüllte Feindschaft. Der jüngste Sohn Clemente versucht derweil, sich den kriminellen Machenschaften zu entziehen, indem er eine Karriere als Boxer einschlägt. Mit wenig Erfolg: Sein Vater demütigt ihn immer wieder und beim entscheidenden Kampf kassiert er eine deftige Niederlage.

    Auch Daniel und Tomás bekommen den Zorn und die Kaltherzigkeit des alten Guerrero zu spüren. Am ehesten noch glaubt der Zweitgeborene, Tomás, sich dem Zugriff des Vaters entziehen zu können. Wenn er sich da mal nicht täuscht! Über ihm und seiner Familie braut sich etwas zusammen. Erst ein folgenschwerer Fehler seines älteren Bruders Daniel spielt Tomás in die Karten.

    Mit diesem Fehler und den Folgen daraus nimmt die Geschichte Fahrt auf, um mit Beginn von Episode zwei unvermittelt in der Gegenwart zu landen. Nach zehn Jahren Gefängnis kommt Daniel wieder auf freien Fuß. Für die Geschäfte ist inzwischen Tomás verantwortlich und hat es damit zu einigem Wohlstand gebracht. Abraham Guerrero dämmert in einem Altenheim vor sich hin und sein Tod kurz nach Daniels Entlassung entfacht einen Bruderkrieg um die Macht im Familienclan. Mit dem Vermögen, das Tomás während der Abwesenheit für ihn angelegt hat, will sich Daniel nicht zufriedengeben. Er sucht Verbündete, um Tomás zu entmachten. Als erstes aber gilt es, den jüngsten Bruder Clemente ausfindig zu machen.

  • Gigantes: Abraham Guerrero und seine Söhne. Machtdemonstration: Abraham Guerrero (José Coronado) mit seinen Söhnen Daniel (Isak Férriz, 2. von re.) und Tomás (Daniel Grao, re.).
    Gigantes: Daniel und Bruder Celemente. Daniel Guerrero will seinem jüngeren Bruder Clemente (Carlos Librado „Nene“) das Boxen ausreden.
    Gigantes: Die Guerrero Brüder auf der Beerdigung ihres Vaters. Zehn Jahre sind vergangen: Die Guerrero-Brüder Daniel, Tomás und Clemente auf dem Weg zur Beisetzung ihres Vaters.
    Gigantes: Carlos und Roma-Anführer Patina. Carlos (Daniel Holguín, li.), einer der Handlanger der Guerreros, wird von Pátina (Manolo Caro) bedroht, dem Anführer des Roma-Clans.
  • Die Guerreros

    Mörder, Machos, Marionetten

    Abraham Guerrero

    Der skrupellose Gangster führt seinen Clan kaltherzig und brutal. Verhandeln ist für ihn keine Option, lieber lässt er Gewalt sprechen. Sein Gesetz ist das Recht des Stärkeren, der sich nimmt, was er will. Er hängt an eingefahrenen Traditionen und steht allen Neuerungen skeptisch gegenüber. Was aber nicht heißt, dass er nicht auch alte Freunde ans Messer liefert. Echte Freunde hat Guerrero aber ohnehin nicht – höchstens Geschäftspartner, die von ihm abhängig sind. Der mehrfach preisgekrönte Schauspieler José Coronado verkörpert die Figur eindrucksvoll als verabscheuungswürdigen Soziopathen.

    Daniel Guerrero

    Daniel sieht sich als legitimer Erbe seines Vaters und will nach zehn Jahren Haft die Führung des Clans übernehmen. Er ist skrupellos wie sein Vater, aber gerissener und handelt strategischer. Mit Clemente, dem Jüngsten aus dem Guerrero-Clan, verbindet ihn sogar so etwas wie Bruderliebe. Was ein paar gegenseitigen Fausthieben freilich nicht im Wege steht. Der andorranische Schauspieler Isak Férriz verleiht der Figur des Daniel eine Verschlagenheit, die auf den ein oder anderen durchaus anziehend wirkt.

    Tomás Guerrero

    Intelligent, gebildet, kultiviert – Tomás Guerrero ist ein Mafiaboss wie aus dem Bilderbuch. Dank seines umsichtigen Handelns genießt der Name Guerrero ein gewisses Ansehen in der spanischen Gesellschaft. In geschäftlichen Angelegenheiten versteht er allerdings keinen Spaß. Neben beruflichen Problemen plagen Tomás Sorgen wegen seiner pubertierenden Tochter. Daniel Grao, eines der bekanntesten Gesichter im spanischen Film und Fernsehen, ist als Tomás ein kühl berechnender Geschäftsmann, hinter dessen bürgerlicher Erscheinung der Wille zur Macht schlummert.

    Clemente Guerrero

    Der jüngste der drei Brüder ist der „Loser“ der Familie. Sein Traum vom Profiboxen ist geplatzt, seine Liebe zu der Tochter eines einfachen Barbesitzers ist zerstört, seine Würde mit Füßen getreten. Naiv wie er ist, wird er zum Spielball der Intrigen seiner Brüder. Carlos Librado „Nene“ zeigt als Clemente viel Muskeln – und die traurigen Augen eines an den Gemeinheiten des Lebens Zerbrochenen.

    Sol Guerrero

    Tomás’ Frau hasst die Guerreros, vor allem Abraham und Daniel, dem sie zu Recht alles zutraut, was Tomás schaden könnte. Als Romni ist sie oft den Feindseligkeiten ihrer Mitbürger ausgesetzt. Schauspielerin Yolanda Torosio, in Spanien auch als Tänzerin und Choreografin bekannt, gibt ihrer Figur Kraft und Würde – eine starke Frau in einer Machowelt.

  • Gigantes: Drogenboss Abraham Guerrero. Abraham Guerrero (José Coronado) baut das Drogengeschäft mit brutalen Methoden auf.
    Gigantes: Daniel Guerrero mit Revolver. Abrahams ältester Sohn Daniel (Isak Férriz) greift nach der Macht im Familienclan.
    Gigantes: Tomas in seinem Antiquitätengeschäft. Dafür muss er Tomás (Daniel Grao) verdrängen, der die Führung des Clans übernommen hat.
    Gigantes: Clemente mit seiner Freundin. Clemente (Carlos Librado „Nene“) schmiedet mit seiner Freundin (Ariana Martínez) Pläne für die Zukunft.
    Gigantes: Sol Guerrero mit ihrem Mann Tomas. Sol Guerrero (Yolanda Torosio) betrachtet die Geschäfte ihres Mannes Tomás mit Sorge.
  • Die Atmosphäre

    Angst, Gewalt und Misstrauen

    Über der Handlung von Gigantes schwebt eine dunkle Wolke aus Bedrohung und Angst.

    Jede Situation kann jederzeit in Gewalt münden: Das ist der Grundton, den die Serie setzt. Und so baut sich eine düstere Spannung auf, wenn der alte Guerrero beispielsweise mit einem Vorschlaghammer, den er polternd hinter sich her schleift, auf zwei Männer zugeht, wilde Aggressivität aus allen Poren verströmend. Hat Abraham es auf die beiden abgesehen? Wird er sie gleich töten? Mit subtilen Mitteln spielt die Serie perfekt mit den Erwartungen der Zuschauer. Wie die Feinde der Guerreros lernen auch die Zuschauer von Gigantes, sich besser in Acht zu nehmen und einer scheinbaren Ruhe nicht zu trauen.

    Gigantes inszeniert dabei eine Macho-Männerwelt, in der körperliche Stärke, Machthunger und unbeugsame Härte zu den positiven Eigenschaften zählen. Und wenn sich die Figuren auch bekämpfen, sich Fallen stellen und nach dem Leben trachten, zollen sie einander doch Respekt, wenn einer von ihnen Eier (auf Spanisch: Cojones) gezeigt hat. Also eine Art von irrationalem Mut angesichts drohender Gefahr. Nachgiebigkeit wird verspottet.

    Das vorherrschende Gefühl in dieser Männerwelt ist Misstrauen. Die Gefahr kann aus vielen Richtungen kommen und ein vermeintlicher Freund zum schlimmsten Feind werden – und manchmal auch umgekehrt. Zugleich belauern sich die Figuren wie bei einem Pokerspiel, nur dass es in diesem Fall nicht nur um Geld geht, sondern auch um das Leben der Mitspieler.

    Inszeniert ist die erste Staffel Gigantes wie ein klassisches Mafia-Epos, die Dialoge sind rau wie die Männer, die um Macht und Geld ringen. Es wimmelt nur so von korrupten Figuren, die alle ihr doppeltes Spiel treiben. Wie in den großen Genre-Vorbildern „Der Pate“ und „Es war einmal in Amerika“ wird Gewalt kalt kalkuliert eingesetzt, um Gegner einzuschüchtern. Im Mafiamilieu gilt dabei sowohl das Auge-um-Auge-Prinzip als auch eine Art Verbrecherehre des gegenseitigen Gebens-und-Nehmens. Beides muss im Gleichgewicht gehalten werden. Im Unterschied etwa zu der Serie „Die Sopranos“, die vor zwanzig Jahren einen Mafiaboss auf die Psychologencouch legte und dadurch das Genre wiederbelebte, findet Gigantes zurück zu einer äußerst gradlinigen und schnörkellosen Erzählweise, die frisch und realistisch wirkt. Der Plot erinnert dabei an die italienische Fernsehserie „Gomorrha“, in der ebenfalls ein brutaler Machtkampf innerhalb eines Mafiaclans ausbricht. Gigantes steuert schließlich auf eine Entscheidungsschlacht zu, die den klassischen Mafiafilmen und -serien zur Ehre gereichen würde.


  • ©2018, Movistar+


    • Für jeden das passende Angebot

      MAGENTA TV SMART

      • Über 100 Sender *, davon 50 öffentlich-rechtliche und private HD-Sender
      • Inklusive * TVNOW PREMIUM
      • Kostenlose Filme, Serien, Shows und Dokus in der Megathek
      • Auf 5 Geräten bis zu 3 Streams parallel nutzbar *
      • Für zuhause und unterwegs
      • Wahlweise mit 24 Monaten Laufzeit oder 1 Monat Laufzeit

      MagentaTV Smart mit 24 Monaten Laufzeit ab 9,75 € mtl. *

      Mit Internet & Festnetz Unabhängig vom Internetanbieter