• THE HANDMAID'S TALE - 
    DER REPORT DER MAGD

    Staffel 2 der düsteren Dramaserie startet

    • Die Fakten zur Fortsetzung

      Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zur zweiten Staffel

      Die Serie war 2017 der Abräumer bei der Verleihung der Emmys®: The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd gewann die Auszeichnung als beste Dramaserie sowie für Regie und Drehbuch. Die Schauspielerinnen Elisabeth Moss, spätestens seitdem ein Star, und Ann Dowd erhielten außerdem die Preise als beste Haupt- und Nebendarstellerin. Insgesamt gingen acht Emmys® an die Serie des US-Videoportals Hulu, im Januar 2018 kamen sogar noch zwei Golden Globes dazu. Mit großer Spannung erwarten die Fans deshalb die zweite Staffel, die am 2. August in Deutschland startet. Auch diese Staffel wird wohl wieder reihenweise Preise abräumen, denn allein bei den diesjährigen Emmys® ist sie 20-mal nominiert.

      Die zweite Staffel von The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd läuft exklusiv bei MagentaTV.

    • Die Rückschau

      Was bisher geschah?

      Nach einem Bürgerkrieg ist aus den USA der totalitär regierte Staat Gilead entstanden. Religiöse Fanatiker haben das Sagen, Homosexualität steht unter Strafe, Andersgläubigkeit ebenfalls. Frauen sind Menschen zweiter Klasse, haben weder einen Beruf noch eigenes Geld und spielen in der Öffentlichkeit keine Rolle. Unfruchtbarkeit aufgrund von Umweltkatastrophen ist ein grassierendes Problem. Diejenigen Frauen, die Kinder gebären können, leben als sogenannte Mägde in den Familien der herrschenden Klasse. Dort werden sie immer wieder rituell vergewaltigt, um ihren selbsternannten Herren Kinder zur Welt zu bringen.

  • Mägde in roten Kleidern nehmen auf einer Wiese an einer Zeremonie teil. Schwer bewacht nehmen die neuen Mägde in ihren roten Kleidern an einer Zeremonie teil.
    Tante Lydia (Ann Dowd) bedroht in einem Klassenraum eine junge Frau. Tante Lydia (Ann Dowd) schüchtert die Frauen in den Umerziehungslagern brutal ein.
    Desfred (Elisabeth Moss) kommt zu Commander Waterford und dessen Frau (Joseph Fiennes, Yvonne Strahovski). Desfred (Elisabeth Moss) kommt zu Commander Waterford und dessen Frau (Joseph Fiennes, Yvonne Strahovski).
    Desfred spricht, getrennt durch die metallenen Stäbe eines hohen Zauns, mit einer Leidensgenossin. Nur wenn sie unbeobachtet ist, kann sich Desfred mit Leidensgenossinnen unterhalten.
    • Eine dieser Mägde, die von sogenannten Tanten in Umerziehungslagern brutal auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, ist Desfred (Elisabeth Moss). Vom Regime entführt und von ihrem Mann Luke Bankole und der gemeinsamen Tochter Hannah getrennt, wird sie zum Eigentum des Kommandanten Fred Waterford (Joseph Fiennes), dessen Ehefrau kein Kind bekommen kann. Tatsächlich wird Desfred schwanger. Doch sie begehrt – zunächst zaghaft – auf und schließt sich der Widerstandsgruppe Mayday an. Am Ende schlägt das Regime zurück: In der letzten Szene der ersten Staffel sitzt Desfred in einem dunklen Lieferwagen – auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.

    • Elisabeth Moss als Desfred im roten Kleid der Mägde und weißer Kappe. Elisabeth Moss als Desfred im roten Kleid der Mägde und weißer Kappe.

      Die Heldin

      Wie geht es mit Desfred weiter?

      Die neue Staffel knüpft unmittelbar an diese letzte Szene an, und wer sich die Spannung erhalten will, sollte diesen Absatz besser überspringen. Der Wagen hält an einem tristen Ort. Mit anderen Mägden wird Desfred in ein leeres Stadion geführt und einer grausamen Prozedur unterzogen. Immerhin: Sie bleibt am Leben, ihre Geschichte geht weiter. Doch wie?

      Während sich Staffel 1 noch eng an die Romanvorlage von Margaret Atwood halten konnte und mit ihr endete, hatte Drehbuchautor Bruce Miller bei den neuen Folgen völlig freie Hand, die Story weiterzuentwickeln. Das ist nicht ohne Fallstricke, bietet aber auch die Chance, der Geschichte zusätzliche Perspektiven und ein breites erzählerisches Fundament zu verleihen.

      Die Hauptfigur Desfred kehrt nach dem traumatischen Erlebnis im Stadion zum Kommandanten Fred und seiner Frau Serena (Yvonne Strahovski) zurück. Die ganze Staffel über führt sie einen Kampf um ihre Würde, um ihr ungeborenes sowie um das Kind, das ihr das Regime in Staffel 1 genommen hat. „Ich bin June Osborne und ich bin frei“, sagt sie einmal laut vor sich hin. Das bleibt sie – rein physisch – nicht, aber in ihrem Innern gewinnt June langsam die Oberhand über Desfred.

    • Die Nebenfiguren

      Wen sehen wir in Staffel 2 wieder?

      Achtung Spoiler: Fast alle. Commander Waterford und seine Frau Serena bemühen sich auf unterschiedliche Weise um June (die hier fortan so genannt werden soll) und versuchen, sie in ihrem Sinne zu manipulieren. Mal durch Vergünstigungen, mal durch Strafen und gemeine Schikanen. Nick entpuppt sich entgegen seiner zweideutigen Rolle in Staffel 1 als Freund und Helfer, der versucht, so loyal wie möglich zu sein. Tante Lydia, eine der Erzieherinnen, die die Mägde in Umerziehungslagern gefügig machen, spielt ihre von fanatischem Glauben befeuerte Strenge noch böser aus. Junes Freundin aus Jugendtagen, Moira (Samira Wiley), die in Staffel 1 dem Umerziehungslager entkommt, inkognito in einer Bar arbeitet und sich schließlich ins freie Kanada absetzt, organisiert dort jetzt den Protest gegen das Gilead-Regime. Und auch die Geschichte von Emily (Alexis Bledel) geht weiter. Als sogenannte Unfrau (Unwoman) schuftet sie, die als Magd Desglen wegen ihrer Homosexualität in Ungnade gefallen ist, in einer Kolonie unter unmenschlichen Bedingungen. Emilys Schicksal entführt die Zuschauer in eine besonders düstere Welt außerhalb der Städte. In der radioaktiv verseuchten Gegend sollen sich die Frauen buchstäblich zu Tode arbeiten.

    • Moira (Samira Wiley) ist eine Freundin Desfreds. Moira (Samira Wiley) ist eine Freundin Desfreds aus Schultagen.
    • Die Magd Desglen (Alexis Bledel). Als Magd in Ungnade gefallen und verbannt: Desglen/Emily (Alexis Bledel).
    • Tante Lydia (Ann Dowd) als Aufpasserin. Tante Lydia (Ann Dowd) ist eine der brutalen Aufpasserinnen.
    • Waterfords Fahrer Nick (Max Minghella). Verräter oder Freund? Waterfords Fahrer Nick (Max Minghella).
    • Die Hintergründe

      Welche Geheimnisse deckt die zweite Staffel auf?

      In Rückblenden setzen sich Stück für Stück die Lebensgeschichten der Figuren zusammen. Achtung, Spoiler: Vor Gilead war Commander Waterford etwa der Assistent seiner erfolgreichen Frau, die ihn auch schon mal auffordert: „Benimm dich wie ein Mann!“. An Emilys Schicksal wiederum offenbart sich tragisch, wie brutal das Regime Menschen ausgrenzt, die nicht in sein Schema passen, und wie schleichend und nahezu unabwendbar ihre Entrechtung voranschreitet. Und natürlich erleben wir June, Luke und Hannah als normale Großstadtfamilie, die auf für sie völlig unverständliche Weise ins Visier der Behörden gerät.

    • Die Story

      Werden die Herrscher von Gilead gestürzt?

      Mehr noch als Staffel 1 sind die 13 Folgen der Fortsetzung eine Mischung aus dystopischem Drama und spannendem Polit-Thriller. Die Brutalität des Regimes tritt noch deutlicher zutage und genauso die Verlogenheit seiner Anführer. Die Zuschauer erleben Machtkämpfe, Intrigen und einen Anschlag mit tödlichem Ausgang. Die Herrscher von Gilead geraten unter Druck, weil Informationen über die Methoden des Unrechtsregimes ins Nachbarland Kanada durchsickern. Die angestrebte diplomatische Annäherung scheitert.

  • Im strömenden Regen hocken die Mägde auf ihren Knien. Im strömenden Regen müssen die Mägde zur Strafe auf Knien ausharren.
    Dutzende Mägde in roten Kleidern stehen unter mehreren Galgen. Mägde, die sich wie Desfred ihren Herren widersetzt haben, werden schwer bewacht an Galgen geknüpft.
    Desfred hockt in ihrem Versteck vor einer Wand. In ihrem Versteck in einer Zeitungsdruckerei entdeckt Desfred ein schreckliches Geheimnis.
    Nick besucht Desfred in ihrem Versteck. Nick sucht Desfred in ihrem Versteck auf. Kann sie ihm wirklich vertrauen?
    Desfred, blutüberströmt und ohne ihre rote Kluft. Blutüberströmt und ohne ihre rote Kluft: Desfred nach ihrer Flucht aus der Klinik.
    • Achtung, Spoiler: Zugleich erkennt June auf grausame Weise, wie die Untergrundorganisation „Söhne Jakobs“ die USA in den Staat Gilead umwandeln konnte. „Sie waren schon immer da“, sagt June, „es hat sie nur niemand sehen wollen.“ Ob es ihr gelingt, für sich und ihre Kinder eine bessere Zukunft zu erkämpfen? Der Weg dorthin ist jedenfalls schmerzhaft und von Rückschlägen geprägt.

    • Das Fazit

      Lohnt es sich, die zweite Staffel anzuschauen?

      Auf jeden Fall. Auch die Fortsetzung zählt zu den besten Serien des laufenden Jahres. Die 13 Folgen sind spannend und glaubwürdig erzählt. Immer wieder finden die Regisseure starke Bilder für die Brutalität des Regimes in Gilead, für Ausweglosigkeit, Trauer und Hoffnung. Untermalt sind sie mit einer Musik, die ganz in Moll den tristen Zustand der Welt verstärkt. Die Leistungen der Darsteller um eine wieder glänzend spielende Elisabeth Moss können dabei nicht genug gelobt werden: ihre Ausdrucksstärke, ihr Timing, ihre Selbstkontrolle, mit der sie den Figuren ein eigenes Leben einhauchen. Die Kritik in den USA, wo die zweite Staffel schon lief, zeigte sich beeindruckt bis begeistert. Ein Rezensent schrieb, die Fortsetzung sei wichtig und richtig, denn sie hinterlasse Wirkung in den Köpfen der Zuschauer. Kurz: „Sie ist ein Meisterwerk“. Ein anderer meinte, Staffel 2 habe von Beginn an seinen Blutdruck in die Höhe schnellen lassen, aber gleichzeitig auch seine Bewunderung für die Macher der Serie. Ein Dritter wiederum lobte die kompromisslose und ungeschönte Darstellung des Regimes. „It’s too hard to binge“, räumte er ein. Die zweite Staffel am Stück zu schauen sei eher nichts für schwache Nerven. Im September werden in Los Angeles die Emmys 2018 verliehen. Die Chancen für The Handmaid’s Tale stehen auch diesmal nicht schlecht.

© 2017 MGM Television Entertainment Inc. and Relentless Productions LLC. All Rights Reserved (6 Bilder)
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