The Handmaid's Tale Staffel 4

Die Rache ist mein

Zwei Jahre lang mussten Fans auf die Fortsetzung der Erfolgsserie warten. Nun geht‘s endlich weiter. In Staffel 4 nimmt June erneut den Kampf gegen Gilead auf. Können sie und ihre Mitstreiterinnen die religiösen Machthaber besiegen? Und wird June endlich zu ihrer Familie zurückkehren?

Die vierte Staffel der dystopischen Dramaserie „The Handmaid’s Tale 4“ ist seit 2. September in Deutschland exklusiv bei MagentaTV jederzeit abrufbar.

Starke Frauen braucht das Land

Im Kampf gegen Gilead

Was bisher geschah: Die Vereinigten Staaten in einer nahen Zukunft. In einem Staatsstreich haben die „Söhne Jakobs“ die Macht übernommen. Die religiösen Fanatiker errichten den totalitären, christlich-fundamentalistischen Gottesstaat Gilead. Das patriarchalische System ist streng hierarchisch geordnet. Als Commander, Wächter und „Augen“ herrschen die Männer über das Land und gehen brutal gegen alle vor, die sich widersetzen. Frauen haben in Gilead keinerlei Rechte. Sie dürfen weder lesen noch Eigentum besitzen, sondern dienen nur den Männern. Wer sich auflehnt, wird öffentlich erniedrigt, gefoltert und gehängt oder muss in radioaktiv verseuchten Gebieten Zwangsarbeit leisten.

In Gilead sind die meisten Frauen unfruchtbar. Die wenigen, die noch Kinder gebären können, werden von den Herrschern als menschliche Gebärmaschinen missbraucht und als Dienstmägde (Handmaids) zu ihren Leibeigenen. Im Roten Zentrum werden sie von der unbarmherzigen Tante Lydia (Ann Dowd) auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Mägde erhalten den Namen Des, gefolgt vom Vornamen des Commanders, dem sie zukünftig gehören. Eine von ihnen ist Desfred (Elisabeth Moss), die Heldin der Serie. In Rückblenden erfahren die Zuschauer, dass Desfred früher June Osborne hieß. Gemeinsam mit Luke (O. T. Fagbenle), der nach Kanada fliehen konnte, hat sie bereits eine Tochter, Hannah. In Staffel 1 zieht Desfred ins Haus von Commander Fred Waterford (Joseph Fiennes) und seiner Frau Serena Joy (Yvonne Strahovski) ein. Weil Fred offenbar unfruchtbar ist, zeugt June auf Drängen von Serena ein Kind mit Nick (Max Minghella), dem Fahrer der Waterfords, und bringt eine weitere Tochter, Nichole, für die Waterfords zur Welt. Ihr gelingt es, Nichole aus Gilead heraus nach Kanada zu schleusen, wo sie in der Obhut von Luke und ihrer besten Freundin Moira bleibt. Im Verlauf der Serie wird June zu einer Anführerin der Widerstandsgruppe Mayday. Wird es ihr in Staffel 4 endlich gelingen, die Macht von Gilead zu brechen, damit die Peiniger ihre gerechte Strafe erhalten? Und kann sie endlich Luke und ihre beiden Töchter in die Arme schließen?

The Handmaid's Tale Staffel 4: June und Janine Lindo fliehen June (Elisabeth Moss) und Janine Lindo (Madeline Brewer) fliehen vor ihren Verfolgern.
The Handmaid's Tale Staffel 4: Tante Lydia Tante Lydia (Ann Dowd) bereitet die neuen Mägde auf ihre Aufgabe vor.
The Handmaid's Tale Staffel 4: Fred Walker und Selena Joy Commander Fred Walker (Joseph Fiennes) und seine Frau Selena Joy (Yvonne Strahovski) müssen sich für ihre Taten verantworten.
The Handmaid's Tale Staffel 4: Nick ist hin- und hergerissen Nick (Max Minghella) ist hin- und hergerissen zwischen seinem Pflichtbewusstsein und seinen Gefühlen zu June.

Wie es weitergeht

Krieg liegt in der Luft

Am Ende von Staffel 3 hat June mithilfe des undurchschaubarenCommander Lawrence(Bradley Whitford) 86 Kindern und neunDienstmädchen, sogenannten Marthas, die Flucht nachKanada ermöglicht. June wurde bei der Aktion angeschossen und blieb verletzt imWald zurück. Staffel 4 knüpft nahtlos an das Geschehen an. Zu Beginn von Episode 1 sehen wir,wie besorgte Dienstmägde zu Aretha Franklin’s Liebessong „Say a little prayer“ versuchen, die blutüberströmte June zu retten.Sie bringen sie zu einer nahegelegenen Farm, wo der senile Commander Robert Keyes (Bill MacDonald) mit seiner gerade mal 14-jährigen Ehefrau Esther (Nachwuchsstar Mckenna Grace) lebt. June kämpft um ihr Leben, doch mithilfe selbst zubereiteten Penicillins und einer mysteriösen Salbeüberlebt sie die Blutvergiftung. Die Hausherrin Esther sympathisiert mit Mayday und reagiert enttäuscht, weilJune und die anderen Mägdelieber ihre trügerischeFreiheit genießen, statt sich erneut dem Kampf gegen das totalitäre Regime zu stellen. „Wissen Sie, was man ihnen angetan hat? ZeigenSie ein bisschen Respekt“, beschimpft June ihre jugendliche Gastgeberin. Doch dann erfährt sie, dass auch Esther ein schreckliches Geheimnis hütet, und ihr wird klar: Die Frauen werden erst dann frei sein, wenn Gilead besiegt ist.

Inzwischen sind Commander Waterford und seine Frau in kanadische Gefangenschaft geraten, wo über ihre Auslieferung an den internationalen Strafgerichtshof entschieden wird. Als sie von der Flucht der 86 Kinder erfahren, droht Fred dem Repräsentanten der amerikanischen Exilregierung, Mark Tuello (Sam Jaeger): „Das wird einen Krieg auslösen.“ Der abtrünnige Commander Lawrence wartet derweil im Gefängnis in Gilead auf seine Strafe. Doch stattdessen beauftragt ihn der ehemalige Fahrer Nick, der inzwischen zum Commander aufgestiegen ist, mit Kriegsvorbereitungen. Damit ist der vielversprechende Plot für die neue Staffel von „The Handmaid’s Tale“ angelegt.

Auch wenn die Fortsetzung wegen Covid-19 ein Jahr später als geplant erscheint, hat sich das Warten gelohnt: Die zehn 44 bis 60-minütigen Folgen haben alles, was den Erfolg der Serie ausmacht. Neben der packenden Story lebt „The Handmaid’s Tale“ vor allem vom grandiosen Ensemble, allen voran Elisabeth Moss (bekannt aus „Mad Man“) als June Osborne und Ann Dowd („Compliance“) als furchteinflößende Aunt Lydia, die beide 2017 mit dem Emmy als beste Hauptdarstellerin beziehungsweise herausragende Nebendarstellerin in einer Dramaserie ausgezeichnet wurden. Kameramann Stuart Biddlecombe, der schon für einige Folgen der dritten Staffel hinter der Kamera stand, fängt ihr Spiel in farbenprächtigen und zugleich düsteren Bildern ein, die dem Zuschauer das Gefühl geben, zurück im finsteren Mittelalter zu sein. Das Erschreckende an „The Handmaid’s Tale“ ist nicht nur die Brutalität, mit der die Männer die Rechte der Frauen beschneiden – im Glauben, von Gott dazu berufen zu sein. Besonders beunruhigend ist die Vorstellung, dass gefestigte Demokratien in rückständige, längst überwunden geglaubte Strukturen zurückfallen könnten. „Die Dystopie in The Handmaid‘s Tale erfüllt die klassischen Kriterien ihres Genres: In einer sehr starr geordneten und von religiösem Fundamentalismus geprägten Gesellschaftsstruktur entsteht eine soziale Spaltung“, schreibt Werner C. Barg, Professor für Medienbildung an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU). „Damit ist die Dystopie eine Art Spiegelbild. Sie macht dem Zuschauenden deutlich, in was für einer positiven Realität er oder sie gerade lebt, und zeigt, wie sich dies ändern könnte.“

  • The Handmaid's Tale Staffel 4: Mckenna Grace spielt Esther Keyes Mckenna Grace spielt die junge Ehefrau Esther Keyes.
  • The Handmaid's Tale Staffel 4: Lawrence unterstützt den MayDay-Widerstand Commander Lawrence (Bradley Whitford) unterstützt den MayDay-Widerstand.
  • The Handmaid's Tale Staffel 4: Luke will June und Hannah nach Kanada holen Junes Ehemann Luke (O. T. Fagbenle) möchte sie und die gemeinsame Tochter Hannah nach Kanada holen.
  • The Handmaid's Tale Staffel 4: Mark Tuello Mark Tuello (Sam Jaeger) entpuppt sich als Vertreter der US-Exilregierung in Kanada.

Erfolgsserie mit Tiefgang

Wehret den Anfängen!

Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch der kanadischen Autorin Margaret Atwood. Während sich die erste Staffel eng an die Vorlage hält, entwickelte das Autorenteam um den Serienschöpfer und Produzenten Bruce Miller die Geschichte in den folgenden Staffeln weiter und bezog Atwood bei der Arbeit an den Drehbüchern mit ein. Als die heutige 81-Jährige ihr Buch 1985 veröffentlichte, hätte kaum jemand vermutet, dass die Entwicklungen in den USA ihrer Vision einmal beängstigend nahekommen würden. Doch 2018 –unter der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump –sagte die Autorin in einem Interview ABC News: „Wir leben zwar noch nicht in Gilead, aber es gibt schon Gilead-ähnliche Symptome.“ „The Handmaid’s Tale“ ist ein Mahnmal dafür, dass es keine Überlebensgarantie für die Demokratie gibt, und warum es so wichtig ist, frühzeitig gegen jede Entgleisung gegenüber Frauen vorzugehen.

Die erste Staffel der Serie 2017 schlug bei Zuschauern und Kritikern ein wie eine Bombe und räumte zahlreiche Preise ab. So wurde „The Handmaid’s Tale“ unter anderem als erste Fernsehserie eines Streaming-Dienstes mit einem Primetime Emmy in der Kategorie Dramaserie ausgezeichnet. Und auch die neue Staffel ist bei den Emmy Awards 2021 erneut in zahlreichen Kategorien nominiert. Margaret Atwood Fortsetzungsromanvon „Report der Magd“ erschien 2019 auf Deutsch mit dem Titel „Die Zeuginnen“. Auch die Serie wird weitergehen: Hulu und die Produktionsfirma MGM haben bereits angekündigt, dass es eine fünfte Staffel von „The Handmaid’s Tale“ geben wird.


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