• The Handmaid's Tale – Staffel 3

    Desfred schlägt zurück!


    In der mit elf Emmys nominierten dritten Staffel der Drama-Serie „The Handmaid’s Tale“ geht June Osborne alias Desfred auf Konfrontationskurs. Während sie ihr Baby in Kanada in Sicherheit wähnt, kehrt die entschlossene Magd zurück nach Gilead, wo sie alles dafür tut, das patriarchische Regime zu stürzen – gegen alle Widerstände.

    The Handmaid’s Tale 3 läuft seit dem 5. September in Deutschland exklusiv bei MagentaTV.


  • Was war ...

    Den Herren dienen!

    Der Ort: Gilead, in den abgeschotteten USA im Jahr des allmächtigen Herrn. Die Zeit: Irgendwann und dennoch bedrohlich nah an einer Gegenwart, die uns in Teilen beängstigend bekannt erscheint. Es ist eine zutiefst verstörende, autoritäre Welt, in der June Osborne (Elisabeth Moss) ihr Leben als Dienende hergeben muss. Ein Patriarchat, in dem aufgrund von Umweltverschmutzungen nur noch wenige Frauen Kinder zeugen können und in dem sie den Männern bedingungslos Untertan sind.

    In den ersten beiden Staffeln von „The Handmaid’s Tale“ zieht June in den Haushalt von Commander Fred Waterford (Joseph Fines) und dessen ergebener Frau Serena Joy (Yvonne Strahhovski) ein. Als demütige Magd „Desfred“ gebärt sie den beiden ein Kind. Langsam erkennt sie, wie in einer scheinheiligen Kaste eine zutiefst grausame, sektiererische Regentschaft des Glaubens herrscht, die über Leichen geht. In ihr sind Frauen Dienende, allenfalls Erziehende. Und die wenigen wie June noch Gebärfähigen müssen den Kommandanten machtlos ihre Leiber hergeben – und ihre Würde. Doch in den Kreisen der rot betuchten Mägde regt sich nicht zuletzt wegen June und ihrer Freundin Emily alias „Desglen“ (Alexis Bledel) Widerstand. Sie opponieren gegen die Versklavung und gegen ihre Herren, wohl wissend, dass die Regenten für ihr religiös verblendetes Weltbild bereit sind, „Ketzer“ zu verfolgen und – wenn nötig – hinzurichten.

  • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Umhänge der Mägde Können June und die anderen Mägde die roten Umhänge als Insignien der weiblichen Unterdrückung bald endgültig ablegen?

  • Die Ausgangslage ...

    Mein Gott, wie kann das nur geschehen?

    Im packenden und verstörenden Serienfinale von Staffel 2 der vom Streaming Dienst Hulu produzierten düsteren TV-Dystopie „The Handmaid’s Tale“ trifft June (Elisabeth Moss) eine weitreichende, atemstockende Entscheidung: Sie schickt ihr Baby Nicole in Richtung Freiheit und bleibt allein zurück in Gilead, um für die bedingungslose Freiheit aller Frauen zu kämpfen. Während Junes Freundin Emily (Alexis Bledel) in Kanada Asyl findet und das Kind zu Junes Mann Luke (O-T Fagbenie) bringen kann, kehrt die Verzweifelte als Desjoseph in den Haushalt des Kommandanten Joseph Lawrence (Bradley Whitford) zurück. Dort will sie aus dem Untergrund heraus einen Regimewechsel erwirken und gleichzeitig ihre erste Tochter Hannah aus den Fängen von Kommandanten MacKenzie befreien.

  • The Handmaids Tale: Staffel 3 - June und andere Mägde Im Kreise Gleichgesinnter versucht June (Mitte, Elisabeth Moss) nicht weiter aufzufallen und an den Grundfesten des Regimes zu rütteln (rechts, Kristen Gutoskie als Beth).
    The Handmaids Tale: Staffel 3 - Luke und Nicole Im freien Kanada schließt Luke (O-T Fagbenie) Junes kleine Tochter Nicole in die Arme und hofft auf eine baldige Wiedervereinigung mit seiner Frau.
    The Handmaids Tale: Staffel 3 - Moira und Serena Die Sehnsucht nach Baby Nicole führt auch Freds Frau Serena (rechts, Yvonne Strahovski) ins liberale Kanada (links, Samira Wiley als Moria).
    The Handmaids Tale: Staffel 3 - Waterford und Winslow Der Schatz der Mächtigen: Im Kreise der Kinder fühlen sich Kommandant Fred Waterford (links, Joseph Fiennes) und George Winslow (rechts, Christopher Meloni) wie im Himmel.
    The Handmaids Tale: Staffel 3 - Kameramann Colin Watkinson Der für den Primetime Emmy nominierte Kameramann Colin Watkinson am Set der virtuos gefilmten dritten Staffel von „The Handmaid’s Tale“.

  • Was werden könnte ...

    Wie geht es mit June und den anderen Mägden weiter?

    In The Handmaid’s Tale 3 geht die Heldenreise der June Osborne in der fundamentalistischen Gotteskolonie Gilead – dem Nachfolgestaat der USA weiter: Nun endlich ist die junge Mutter zweier Kinder bereit, endgültig gegen die Unterdrückung aufzubegehren – und zurückzuschlagen! Während der Terror in Gilead weitergeht, brodelt dank ihr im Untergrund der Aufstand der Mägde.

    Staffel 3 beleuchtet aber nicht nur die Taten von June: Da ist ihr Mann Luke, der im Exil in Kanada Junes kleine Tochter Nicole beherbergt. Während seine Frau in Gilead die gemeinsame Tochter Hannah zu retten versucht, hadert er damit, zur Untätigkeit verdammt zu sein. Da ist Junes Freundin Emily, die im vermeintlich sicheren Kanada ihren eigenen Weg finden muss. Da sind aber auch Fred und seine Frau Serena Joy, die in Gilead zunehmend unter Druck geraten. Zudem kommt die psychisch labile Ehefrau des einstmals so einflussreichen Kommandanten nicht über den Verlust ihrer liebgewonnenen  „Tochter“ Nicole hinweg, was das brodelnde Pulverfass ihrer Ehe endgültig zur Explosion führen könnte.

    Und schließlich: Was führt der unberechenbare Kommandant Joseph Lawrence im Schilde, in dessen Haushalt June einen scheinbar sicheren Hafen gefunden hat. Ist er wahrlich der Teufel in Engelsgestalt?


    Kommen und Gehen ...

    Die Stars der dritten Staffel

    Neben den essentiellen Köpfen von „The Handmaid’s Tale“ Elizabeth Moss (June Osborne/Desfred/Desjoseph), Joseph Fiennes (Kommandant Fred Waterford), Yvonne Strahovski (Serena Joy Waterford), Alexis Bledel (Emily Malek/Desglen/Dessteven/Desroy/Desjoseph) und Bradley Whitford (Kommandant Joseph Lawrence) rücken weitere Charaktere ins Zentrum von Staffel 3. Zum Beispiel O-T Fagbenle als Junes Ehemann Luke und Clea DuValle als Emilys Frau Sylvia, die aus sicherer Entfernung in Kanada agieren.

    Gefahr und Spannung in die Handlung bringen weiterhin Max Minghella (als Nick Blane, Junes Freund und gleichzeitig Spion für Kommandant Lawrence) und Ann Down (als drakonische Aufseherin Tante Lydia) sowie erstmals in Staffel 3 auch Christopher Meloni (als High Commander George Winslow). Der Primetime Emmy Nominierte Meloni dürfte TV-Zuschauern u. a. aus Serien wie „Law & Order“ oder „True Blood“ bekannt sein.

    • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Elisabeth Moss als June Kann Desjoseph (Elisabeth Moss) bald wieder als June in Freiheit leben?
    • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Max Minghella als Nick Nick (Max Minghella) ist zerrissen zwischen Fred Waterford und June.
    • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Ann Dowd als Tante Lydia Die drakonische Tante Lydia (Ann Dowd) stützt die fanatischen Machthaber.
    • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Christopher Meloni als George Winslow George Winslow (Christopher Meloni) zieht an den Fäden der Macht.

  • Hinter der Kamera ...

    Die ausgezeichneten Macher

    Neben den preisgekrönten Darstellern, wie der Golden Globe Gewinnerin Elizabeth Moss (2018, Beste Darstellerin in einer Dramaserie für „The Handmaid’s Tale“) und Ann Down (im gleichen Jahr, Nominierung für die Beste Nebenrolle in einer Dramaserie), sind für ihre Leistungen auch etliche Akteure hinter der Kamera für den Primetime Emmy 2019, den Oscar der TV-Branche, nominiert. Darunter Daina Reid für die Regie, Bruce Miller und Kira Snyder für das erschreckend visionäre Drehbuch sowie Komponist Adam Taylor für die direkt unter die Haut gehende, suggestive Filmmusik. Außerdem Colin Watkinson, Zoe White und Wendy Hallam Martin für die virtuose und gleichsam düster-gruselige Kamera sowie Ane Crabtree und Natalie Bronfman für die betörenden Kostüme zwischen klassischer Moderne und züchtiger Tradition. Insgesamt haben die drei Staffeln bislang mehr als 135 Nominierungen und 35 Fernsehpreise aus aller Welt erhalten.

  • The Handmaids Tale: Staffel 3 - Das Kreuz als Symbol Das Kreuz ist das perfide Symbol für eine totalitäre Gesellschaft, in der gebärfähige Frauen als Mägde dienen müssen.

  • Fazit

    Der Aufstand steht bevor!

    „The Handmaid’s Tale“ ist eine erschreckend realistische, packende Dystopie mit Tiefgang – irgendwo zwischen Science-Fiction à la Orwells „1984“ und „Die Tribute von Panem“ mit einem dekadenten Hauch von „Downton Abbey“. Die Serie ist eine durch die atemberaubende Fantasie der Romanvorlage begründete Vision, die sich laut Autorin Margarete Atwood ziemlich nah an aktuelle politische Strömungen verorten lässt. Das gilt genauso für den fast zeitgleich zur Staffel 3 erscheinenden Nachfolgeroman „Die Zeuginnen“ (Berlin-Verlag). Darin nimmt Atwood den Faden der Erzählung aus „Der Report der Magd“ fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead. „Meine Inspiration für die Fortsetzung war all das, was mich die Leser zu Gilead und seiner Beschaffenheit gefragt haben. Naja, fast jedenfalls. Die andere Inspirationsquelle ist die Welt, in der wir leben. (…) Ich bin keine Prophetin. Bei Science-Fiction geht es um das Jetzt“, so die Autorin in einem Interview mit dem Guardian. Vielleicht, sagte Atwood weiter, sei „The Handmaid’s Tale“ in der Tat ein „Dokumentarfilm über Donald Trumps Amerika“. Mit Sicherheit ist es eine kraftvolle Serie über Frauen, die sich wehren und im Zweifel auch „zurückschlagen“ (TV Guide). Und von diesem Narrativ kann die Welt nur profitieren. Vielleicht auch in Staffel 4?!


  •  © 2019 MGM & Relentless Prod., LLC. THE HANDMAID’S TALE TM MGM. All Rights Reserved.



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