WLAN verbessern

WLAN

Tipps für besseres WLAN in Ihrem Zuhause:

  • Erhöhen Sie die Reichweite Ihres WLAN.

    WLAN-Repeater erhöhen die Reichweite des WLAN-Signals. Das Gerät wird in eine Steckdose gesteckt und sollte zwischen dem Router und dem Ort mit dem schlechten Empfang aufgestellt werden. Wie bei einem Router ist darauf zu achten, dass der Repeater möglichst frei senden kann und keine Störquellen in der Nähe die Leistung beeinträchtigen.

    WLAN-Geräte der Telekom

    Wenn Sie das Problem mit einfachen Repeatern nicht in den Griff bekommen – z. B. weil Sie Störquellen nicht einfach beseitigen können oder ein Haus mit mehreren Stockwerken mit Internet versorgen möchten – empfehlen wir Ihnen eine individuelle fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

    Beratung Heimnetzwerk

  • Prüfen Sie, ob Ihr Router das beste WLAN bietet.

    Ein moderner WLAN-Router bietet schnelleres WLAN, mehr Reichweite, und eine stabile Verbindung. Daher kann es sinnvoll sein, einen älteren Router gegen ein leistungsfähigeres Gerät auszutauschen.

    Bitte beachten Sie, dass ein neuer Router nicht jeden Störfaktor, wie z. B. mehrere Stahlbetonwände, überwinden kann. In diesen Fällen können andere Tipps helfen.

    Das Router-Modell finden Sie auf dem Gehäuse, z. B. auf dem Typenschild.

    Telekom Router

    Diese Router bieten modernste Technik und bestes WLAN. (WLAN-ac und MU MIMO)

    • Speedport Smart
    • Speedport Smart 2
    • Speedport W 925V

    Diese Router bieten moderne WLAN-Technik und sind für die meisten Zwecke sehr gut geeignet. (WLAN-ac)

    • Speedport Hybrid
    • Speedport Neo
    • Speedport W 724V
    • Speedport W 922V

    Diese Router reichen für die meisten Zwecke aus, bieten aber nicht mehr die modernste WLAN-Technik. Daher können sie für einen Austausch in Frage kommen, wenn sich WLAN-Probleme anders nicht beheben lassen.

    • Speedport W 503V
    • Speedport W 504V
    • Speedport W 722V
    • Speedport W 723V
    • Speedport W 920V
    • Speedport W 921V

    Diese Router  sind Einstiegsgeräte oder veraltet. Bei WLAN-Problemen sollten Sie diese Router gegen bessere Modelle austauschen.

    • Speedport Entry
    • Speedport Entry II
    • Speedport W 501V
    • Speedport W 701V
    • Speedport W 721V
    • Speedport W 900V

    Router anderer Hersteller

    Prüfen Sie anhand der Verpackung oder Bedienungsanleitung, welchen WLAN-Standard Ihr Router unterstützt. Je moderner der WLAN-Standard, desto höher ist die Leistungsfähigkeit.


    • WLAN-ac mit Multi User MIMO

      Modernster Standard mit neuester Antennentechnik: z. B. Fritz!Box 7590

    • WLAN-ac

      Moderner Standard: z. B. Fritz!Box 7490

    • WLAN-n
      Bewährter Standard, der für die meisten Zwecke ausreicht. Hier lohnt ein Austausch, wenn andere Tipps nicht geholfen haben.

    • WLAN-a/b/g
      Alte Standards, die weniger leistungsfähig sind. Hier lohnt ein Austausch gegen ein modernes Gerät.

  • Vermeiden Sie Störquellen.

    Hier sind einige typische Störquellen für WLAN-Signale aufgelistet:

    • Geräte, die ebenfalls drahtlose Verbindungen aufbauen, z. B. schnurlose Telefone (DECT-Telefone), DECT-Basisstationen, Babyphone ...
    • zu viele Grünpflanzen zwischen Sender und Empfänger
    • Bluetooth-Geräte, Mikrowelle
    • Wasser, z. B. in Aquarien, Fußbodenheizungen, Wasserrohren
    • stark wasserhaltige Baustoffe (Holz, Stein, Beton)
    • metallbeschichtete Oberflächen (Fenster, Türen)
    • Leichtbauwände mit Metallträgern und -folien
    • Brandschutzeinrichtungen und Möbel aus Metall

    Bestimmte Materialien schlucken oder reflektieren WLAN-Signale. Meist sind das Stoffe, die Metalle oder Wasser enthalten. Daneben findet sich in dieser Liste auch fast alles, was ebenfalls funkt – diese Geräte sollten nach Möglichkeit nicht in unmittelbarer Nähe des Routers stehen.

    Das können Sie tun:

    • Den Router anders aufstellen
    • WLAN-Repeater, Kabel ... einsetzen
    • Geräte, die stören, ausschalten
  • Stellen Sie Ihren Router optimal auf.

    Idealerweise steht der Router möglichst nahe an den Orten, an denen WLAN empfangen wird. Also z. B. nicht im Keller, sondern zentral in der Wohnung. Er sollte auch nicht verdeckt stehen (hinter Möbeln z. B.) sondern frei an einer Wand in mindestens 1 Meter Höhe. Achten Sie auch darauf, dass sich keine (oder zumindest nicht zu viele) der gängigen Störquellen für WLAN-Signale zwischen dem Router und den Empfangsgeräten befinden.

    Tipp: Grundsätzlich sollte der Router an die Haupt-TAE-Dose angeschlossen werden. Sind in Ihrer Wohnung weitere TAE-Dosen vorhanden, sind sie möglicherweise so geschaltet, dass der Router auch an diesen funktioniert. Probieren Sie es einfach aus. Wenn es funktioniert, darf an der Haupt-TAE-Dose kein Gerät mehr angeschlossen werden.

  • Aktualisieren Sie die Firmware der Geräte in Ihrem WLAN.

    Stellen Sie sicher, dass auf dem Speedport immer die aktuellste Software installiert ist. Router der Telekom aktualisieren die Firmware automatisch, wenn Sie diese Funktion nicht deaktiviert haben.

    Sie finden die aktuellste Firmware hier unter www.telekom.de/hilfe/geraete-zubehoer/router.

    Zum Beispiel:

    Zur Firmware Speedport W 723V Typ A

    Zur Firmware Speedport W 723V Typ B

    Für Router anderer Anbieter gehen Sie bitte zur Website des jeweiligen Herstellers.

    Bitte beachten Sie, dass auch zusätzliche Hardware im WLAN-Netz (Repeater, Powerline-Adapter etc.) ein Treiber- oder Firmware-Update benötigen können.

    Auch die Updates für das Betriebssystem Ihrer Computer, Tablets und Smartphones sollten Sie regelmäßig installieren – am besten automatisch.

  • Verwenden Sie 2 verschiedene WLAN-Namen (SSIDs).

    Der folgende Trick kann helfen, wenn Sie einen aktuellen Router einsetzen, ein Teil Ihrer Geräte aber nicht in der Lage ist, die Vorteile des neuen Routers zu nutzen oder sogar Probleme mit der Verbindung hat. Voraussetzung ist, dass Ihr Router sowohl das 2,4-GHz-Band als auch das 5-GHz-Band unterstützt.

    Vergeben Sie im Konfigurationsmenü Ihres Routers (z. B. https://speedport.ip) zwei verschiedene WLAN-Namen, einen für das 2,4-GHz-Frequenzband, einen anderen für das 5-GHz-Frequenzband.

    In manchen Routern ist diese Funktion etwas versteckt und wird erst sichtbar, wenn Sie auf "Erweiterte Einstellungen" oder "Profi-Einstellungen" klicken. Die Abbildung zeigt das Menü des Speedport W 921V ("WLAN-Grundeinstellungen") mit identischem WLAN-Namen:

    WLAN-Namen im Speedport W 921V

    Vergeben Sie einfach für das 5-GHz-Frequenzband einen neuen Namen und speichern Sie diesen ab. Verbinden Sie anschließend alle Geräte, die 5 GHz unterstützen, mit dem neuen WLAN-Namen und testen Sie, ob die Verbindung jetzt stabiler und schneller ist.

    Hat ein Endgerät Probleme damit, automatisch in die jeweils bessere Verbindung zu wechseln, können Sie die Verbindung zum anderen WLAN trennen und die Option "Automatisch verbinden" deaktivieren.

    Bitte beachten Sie, dass die Reichweite des 5-GHz-Bandes geringer ist als die des 2,4-GHz-Bandes. Dafür ist der Datendurchsatz wesentlich höher und das WLAN wird selten von anderen WLANs in Ihrer Nachbarschaft gestört.

  • Ersetzen Sie ältere Geräte im WLAN.

    WLAN ist nicht gleich WLAN. Der Übertragunsstandard (IEEE 802.11) wurde seit seiner Einführung 1997 ständig weiterentwickelt. Geräte für Privatanwender unterstützen meist mindestens einen der folgenden Standards:

    • 802.11 a (eingeführt 1999)
    • 802.11 b (eingeführt 1999)
    • 802.11 g (eingeführt 2003)
    • 802.11 n (eingeführt 2009)
    • 802.11 ac (eingeführt 2013)

    Auf manchen Geräten finden Sie auch Kombinationen dieser Buchstaben. Das bedeutet, dass das Gerät mehrere Standards unterstützt.

    Der WLAN-Durchsatz sinkt, wenn Sie Ihr WLAN wegen älterer Endgeräte im Mischbetrieb nutzen  (z. B. im Übertragungsmodus "802.11 b + g + n").

    Die beste Lösung wäre natürlich, wenn Sie nur die allerneueste Technik (ac) im Einsatz hätten.

    Wenn das für Sie nicht in Frage kommt, können die folgenden Kompromisse eine Verbesserung bringen:

    • Aktivieren Sie WLAN nur in Geräten mit ac- und ggf. n-Standard und suchen Sie sich für ältere Geräte Alternativen (Internet nur wenn es benötigt wird, mit Kabel verbinden)
    • Deaktivieren Sie im Router die Standards, die nicht alle Geräte verstehen. Damit verzichten Sie z. B. auf die allerneueste Technik auf dem Smartphone, haben aber auf dem Laptop keine Probleme mehr.

    Zu den Geräten im WLAN gehören nicht nur der Router und die jeweiligen Endgeräte (Smartphones, Tablets, Laptops ...). Auch die WLAN-Helfer wie Access Points, Repeater, Bridges oder Powerline-Adapter können veraltet sein und so mehr schaden als nützen. Der Austausch dieser Geräte ist meistens relativ preiswert. WLAN-Geräte der Telekom

  • Schalten Sie nicht benötigte Geräte im WLAN ab.

    Die Sendeleistung im WLAN wird schwächer, je mehr Geräte eingebucht sind. Es lohnt sich vielleicht zu prüfen, ob Geräte eine WLAN-Verbindung aufbauen, die gar nicht (immer) benötigt wird.

    • Auf vielen Smartphones ist es recht einfach, die WLAN-Verbindung an- und auszuschalten. Das verbessert nicht nur die Sendeleistung, es spart oft auch sehr viel Akkuleistung.
    • Auch Geräte wie eReader nutzen Ihr WLAN. Sie sollten zwar so konfiguriert sein, dass nur dann eine Verbindung aufgebaut wird, wenn sie benötigt wird, das ist aber vielleicht nicht immer der Fall.
    • Viele Fernseher können per WLAN mit dem Internet verbunden werden. Aber nutzen Sie diese Funktion wirklich?
    • Prüfen Sie auch, ob Sie Fernseher oder Computer, die immer am gleichen Platz stehen, auch per Kabel (LAN) mit dem Internet verbinden können. Tipp: Manche Repeater oder Powerline-Adapter bieten einen LAN-Anschluss.
  • Weichen Sie auf Frequenzen aus, die wenig genutzt werden.

    Wenn in Ihrer Nachbarschaft zu viele WLANs senden, beeinträchtigt das Ihr eigenes WLAN.

    Oft wird empfohlen, einen festen Funkkanal einzustellen. Das ist mittlerweile aber nicht mehr die beste Lösung, denn moderne Router finden über die automatische Kanalwahl bereits den Kanal, der zur Zeit am wenigsten ausgelastet ist.

    Wenn alle Ihre Geräte (Router, WLAN-Helfer, Endgeräte) den modernen WLAN-Standard 802.11 ac unterstützen, können Sie auf das 5-GHz-Frequenzband ausweichen. Das hat zwar eine etwas geringere Reichweite, aber die Übertragungsrate ist wesentlich höher – und vor allem – es bietet viel mehr Übertragungskanäle und wird nicht von allen anderen benutzt.

    Gehen Sie in das Konfigurationsmenü Ihres Routers (z. B. https://speedport.ip) und öffnen Sie die WLAN-Einstellungen. Auf der Abbildung ist das Menü des Speedport W 921V zu sehen.

    WLAN-Namen im Speedport W 921V

    Schalten Sie dort das 2,4-GHz-Frequenzband einfach ab. Je nach Router ist die genaue Bezeichnung etwas unterschiedlich und manchmal versteckt sich die Funktion unter sog. "Erweiteren Einstellungen" oder "Profi-Funktionen".

    Bitte beachten Sie, dass ältere Geräte damit u. U. keine Internet-Verbindung mehr aufbauen können.

    Wenn Sie nach der Änderung nicht mehr auf das Konfigurationsmenü des Routers kommen, müssen Sie Ihren Computer zumindest kurzfristig mit einem LAN-Kabel an den Router anschließen!

    Auf Grund der etwas geringeren Reichweite des 5-GHz-Frequenzbandes kann es sein, dass Sie Ihr WLAN in größeren Wohnungen oder Häusern bereits mit zusätzlichen Geräten verstärken müssen.
    WLAN-Geräte der Telekom

  • Weichen Sie auf Kabel (LAN) aus.

    Sie können Ihr WLAN durch den gezielten Einsatz von klassischen Netzwerkkabeln (LAN-Verbindungen) erheblich entlasten und so die Qualität der Verbindungen verbessern.

    Kabelverbindungen bieten sich z. B. in den folgenden Fällen an:

    • Sie benötigen Internet auf einem sehr alten Gerät, z. B. einem Computer, der noch kein eingebautes WLAN-Modul hat und über einen USB-Stick WLAN empfängt. So ein Gerät bremst Ihr WLAN aus und bringt Sie um die Vorteile, die eine schnelle DSL-Verbindung mit einem hochmodernen Router bietet. Tipp: Sie müssen das Kabel nicht vom Computer bis zum Router legen, es genügt, den alten PC an einen Repeater o. Ä. mit Kabel anzuschließen. Danach können Sie die WLAN-Verbindung auf dem Rechner abschalten.
    • Sie wollen ein mehrstöckiges Gebäude mit WLAN versorgen. In der Praxis hat es sich bei vielen Kunden bewährt, pro Stockwerk einen eigenen Access Point (z. B. einen zusätzlichen Router) im Einsatz zu haben. Diese Access Points sind per Kabel mit dem Haupt-Router verbunden. Dies kann bauliche Maßnahmen erfordern, wenn in Ihrem Haus nicht ausreichend Leerrohre verlegt sind.
    • In Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung sind Materialien verbaut, die das WLAN extrem stören (sh. "Vermeiden Sie Störquellen"). Auch hier muss meist gebohrt werden.

    Falls Sie keine Möglichkeit sehen, ein Kabel ohne große Umbaumaßnahmen zu verlegen, empfehlen wir Ihnen, eine individuelle fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen. (Beratung Heimnetzwerk)