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Phishing

Phishing-Seiten sprießen wie Pilze aus dem Boden. Derartige Internet-Seiten werden von Jahr zu Jahr authentischer. Man erkennt kaum noch den Unterschied zur Original-Website. So berauben Online-Kriminelle oft ahnungslose Opfer, um mit deren Zugangsdaten z. B. Bankkonten zu leeren.

Was bedeutet Phishing?

Beim Phishing (engl. angeln) nutzen Online-Kriminelle täuschend echte Köder wie Homepages von Banken, um Ihren Opfern persönliche Zugangsdaten wie Passwörter oder PINs des Online-Banking-Zugangs zu entlocken. Geködert wird das Opfer meist mit E-Mails, die so echt wirken, dass man nur schwer einen Unterschied zur originalen Webseite bemerkt. Darin werden Betroffene aufgefordert, vertrauliche Daten einzugeben. Sind die Daten vom ahnungslosen Opfer einmal eingegeben, verschaffen sich die Täter Zugang zum Benutzerkonto des Phishing-Opfers und richten hohe finanzielle Schäden an. Als Köder werden bevorzugt Online-Anbieter genutzt, bei denen die Eingabe von Zugangsdaten notwendig ist. Zum Beispiel Online-Bankkonten, Online-Bezahlsystemen (wie PayPal) oder Online-Shopping-Anbieter (wie Amazon).

Wie kann ich mich schützen?

Zu aller erst ist eine gesunde Portion Misstrauen als Schutz gegen Phishing-Attacken hilfreich. Eine Bank verlangt niemals von Ihnen die Eingabe von Passwörtern oder TAN-Nummern via E-Mail. Bei offiziellen Anschreiben beginnt die E-Mail zudem meist mit einer direkten Anrede und nicht mit Formulierungen wie "Sehr geehrter Kunde". Das kann ein Zeichen für eine Phishing-E-Mail sein. Fragen Sie direkt bei dem Unternehmen nach, ob diese E-Mail echt ist.

Gut zu wissen: Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine E-Mail echt ist, fragen Sie vorsichtshalber bei dem Unternehmen nach. 

Wir haben Ihnen einige Merkmale von Telekom E-Mails zusammengestellt, an denen Sie die Echtheit erkennen können.

Weitere Maßnahmen können Sie vor einem Phishing-Angriff schützen:

  • Browser-Nutzung
    Tippen Sie im Zweifelsfall die Web-Adresse des gewünschten Unternehmens selbst im Internet-Browser ein oder nutzen Sie ein gespeichertes Lesezeichen. Weiterhin verfügt jeder neuere Browser heutzutage über einen Phishing-Schutz bzw. einen Filter. Ist eine Webseite nicht vertrauenswürdig, wird diese vom Browser blockiert und der Nutzer darüber informiert.
  • Sichere Passwörter
    Verwenden Sie für sensible Zugänge unbedingt sichere Passwörter. So erstellen Sie ein sicheres Passwort.
  • HTML-Scripts deaktivieren
    Deaktivieren Sie die HTML-Script-Funktion in Ihrem E-Mail-Programm (diese können Sie jederzeit wieder aktivieren). Die meisten Phishing-E-Mails greifen auf HTML-Scripts zurück. Oder Sie nutzen einen E-Mail-Filter, wie ihn viele Antivirenprogramme bieten. Wichtig ist, dass Sie die Virenschutz-Software regelmäßig aktualisieren.
  • Aktuelle Technologie für Online-Banking nutzen
    Einige Kreditinstitute nutzen Zertifikate, um die Authentizität von Informationen zu bestätigen. Andere Unternehmen bieten Chipkartenlesegeräte für die heimische Nutzung an. Wickeln Sie Ihr Online-Banking sicherheitshalber, anstatt über den Browser, über eine eigene Software ab. Das Telekom Sicherheitspaket bietet zusätzlich eine Identitätsdiebstahl-Funktion. Damit werden Ihre Anmeldedaten, Passwörter, persönlichen Daten und Ihre Identität beim Einkaufen im Web optimal geschützt. 
  • Sichere E-Mail-Adresse
    Die meisten Anbieter von E-Mail-Adressen sind heutzutage mit einem Spamschutz ausgerüstet. Nutzen Sie zum Beispiel E-Mail@magenta.de im E-Mail Paket M. Sie erhalten Spamschutz Plus inklusive für Ihr E-Mail-Konto und Ihr Postfach ist vor gefährlichen E-Mails geschützt.

Wie erkenne ich, dass ich einem Phishing-Angriff bzw. Versuch zum Opfer fiel?

E-Mails mit folgenden Inhalten können auf einen vermutlichen Phishing-Angriff hinweisen:

  • Sie erhalten eine Warnung und Drohungen bezüglich einer Kontoschließung z. B. für Ihr Bankkonto oder ein Konto bei einem Online-Shopping-Anbieter wie Amazon. Es handelt sich hier meist um Unternehmen, mit denen Sie regelmäßig Geschäfte tätigen.
  • Versprechungen von Geld für wenig oder keinen Aufwand, zum Beispiel durch Heimarbeit.
  • Geschäfte, die sich zu gut anhören, um wahr zu sein.
  • Aufforderung zu einer Spende, z. B. an eine Wohltätigkeitsorganisation nach einer Katastrophe, die vor Kurzem in den Nachrichten war.

Weitere Anzeichen sind:

  • Grammatik- oder Schreibfehler in der empfangenen E-Mail oder im integrierten Ziel-Link können auf eine gefälschte Website führen, wo Sie zur Eingabe persönlicher Informationen aufgefordert werden. Oder Phishing-E-Mails können so aussehen, als ob Sie von jemandem aus Ihrem E-Mail-Adressbuch gesendet wurden. Achten Sie auf Schreibfehler in E-Mail-Adressen oder Ziel-Links wie Mirosoft (anstatt Microsoft), ebay.de.z009.com oder visacrad.com.
  • Einige Phishing-E-Mails können original aussehende Logos und andere Informationen von seriösen Websites beinhalten oder überzeugende Details über Ihre Vergangenheit beinhalten, die eine unehrliche Person in sozialen Netzwerken über Sie gefunden haben.
  • Sie können in Phishing-E-Mails aufgefordert werden, eine Telefonnummer anzurufen. Rufen Sie diese Nummer an, wird der Anruf von einer Person oder einem Anrufbeantworter beantwortet. Damit können Ihre Kontonummer, Ihre PINs zu verschiedenen Konten, Ihr Kennwörter oder andere persönliche Informationen entlockt und aufgezeichnet werden.

Was kann ich tun, wenn ich Opfer eines Phishing-Angriffs wurde?

Sie sind einem Betrug im Internet zum Opfer gefallen? Sobald Sie wissen, dass Sie Opfer einer Phishing-E-Mail oder -Website geworden sind, müssen Sie umgehend folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Ändern Sie die Kennwörter oder PINs für alle Online-Konten, die möglicherweise gefährdet sind und lassen Sie zudem Ihre TAN-Liste sperren – falls Sie eine verwenden.
  • Fügen Sie einen Betrugshinweis in Ihre Kreditauskunft ein und wenden Sie sich direkt an Ihre Bank oder Ihrem Finanzberater.
  • Informieren Sie unbedingt das betroffene Unternehmen (Online-Händler) und klicken Sie nicht auf den Link in der betrügerischen E-Mail.
  • Wenn eines Ihrer Konten verwendet oder ein Konto in Ihrem Namen eröffnet wurde, schließen Sie diese Konten.
  • Überprüfen Sie Ihre Konto- oder Kreditkartenauszüge regelmäßig auf unerklärte Zahlungen oder Anfragen, die nicht von Ihnen stammen.
  • Für den Fall, dass Unbekannte bereits Geld von Ihrem Konto abgebucht haben, hilft nur eine Anzeige bei der Polizei.
  • Zusätzlich sollten Sie nicht versuchen, evtl. vorhandene Schadsoftware zu deinstallieren oder Dateien zu reparieren. Diese könnte als Beweismittel für die Polizei benötigt werden.