E-Mail-Adresse für Ihr Kind – das sollten Sie beachten

E-Mail-Adresse für Ihr Kind – das sollten Sie beachten

Die zunehmende Digitalisierung macht schon längst auch vor den Türen der Kinderzimmer keinen Halt. Ob digitales Lernen, Homeschooling, der gemeinsame Austausch mit den Klassenkameraden in Kinder-Chatrooms: Heute schon nutzen Kinder ganz selbstverständlich das Internet mit all seinen interaktiven Möglichkeiten. Oft ist das nur mit einer eigenen E-Mail-Adresse für Ihr Kind möglich. Stellen Sie sich daher die Frage: “Auf was muss ich bei der Erstellung einer E-Mail-Adresse für mein Kind achten?“

Wir haben für Sie einige Tipps zusammengefasst, um ihr Kind bestmöglich vor möglichen Gefahren der digitalen Welt zu schützen. Nehmen Sie sich gemeinsam die Zeit und sprechen mit Ihrem Kind darüber.

Sichere E-Mail-Adresse
Durch eine eigene E-Mail-Adresse bekommt Ihr Kind ein Stück weit mehr Eigenverantwortung und Autonomie, die es für ein gesundes Heranwachsen benötigt. Umso wichtiger ist es, dass Sie diesen Prozess aktiv mitbegleiten und ein Stück weit auch kontrollieren sollten. Um nicht zuletzt immer einen Blick auf das Geschehen zu haben ist es daher ratsam, dass Sie als Elternteil die Haupt-Adresse auf Ihren Namen für ihr Kind angelegt haben. Im zweiten Schritt erweitern Sie diese einfach mit einer zusätzlichen E-Mail-Adresse für das Postfach. So stehen Sie jeder Zeit mit Rat und Tat Ihrem Kind zur Seite und können notfalls schnell aktiv werden. 
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über persönliche Daten wie Name, Alter, Adresse u. Ä., denn diese können Rückschlüsse auf Ihr Kind und seine Umgebung ermöglichen und sollten daher vermieden werden. 
Wir empfehlen:
1. Eine seriöse E-Mail-Adresse für die Kommunikation mit der Familie und engen Bekannten oder auch ggf. für schulische Zwecke:
Ihr Kind bekommt so ein Gefühl für einen persönlichen, glaubwürdigen digitalen Auftritt, der außerhalb des „Fun-Faktors“ liegt. 
2. Eine virtuelle E-Mail-Adresse für die Nutzung und Anmeldung von Online-Spielen, Kinder-Chatrooms u. Ä.: 
Denken Sie sich gemeinsam einen Fantasie-Namen aus, mit dem sich Ihr Kind identifizieren will – beispielsweise “Sonne2000@magenta.de“.

Sicheres Passwort 
Wenn früher noch davon ausgegangen wurde, ein sichereres Passwort bestünde aus einer Kombination von Zahlen, Zeichen und Groß-, Kleinbuchstaben, sehen die Experten das heute anders. Empfehlenswert sind ganze Sätze. Sie bilden eine komplexe Reihe an zahlreichen Zeichen, die das Hacken eines Passwortes erschweren – zum Beispiel “MöhrenesseichamLiebsten!“. 

Spam- und Virenschutz im E-Mail-Programm
Der E-Mail-Verkehr birgt leider auch Gefahren. 
Insbesondere vor dem Anklicken/Öffnen von Dateianhängen ist die vertrauenswürdige Herkunft einer Nachricht zu prüfen.
Anhänge an Nachrichten aus nicht vertrauenswürdiger Herkunft (z. B. unbekannter Absender) sollte man keinesfalls öffnen.
Spam-Mails werden unverlangt zugeschickt. Trotz guter Filter gelangen immer wieder Spam-E-Mails in die Mailbox. Mitunter ist deren direkter oder verlinkter Inhalt für Kinder ungeeignet.

Als Phishing bezeichnet man Nachrichten, die den Empfänger ggf. unter Vorspiegelung falscher Absenderidentität und/oder bedrohlich beschriebener Situation dazu verleiten, vertrauliche Daten preiszugeben. Typisch wird dazu auf gefälschte Login-Seiten von WebMail, Facebook, OnlineBanking, etc. verwiesen. Solche Dienste ruft man deshalb sicherheitshalber ausschließlich aus den eigenen Bookmarks / Lesezeichen auf.

Achten Sie bitte als Elternteil auf potenzielle Gefahren und Auffälligkeiten im E-Mail-Verkehr. Aber: Die Privatsphäre Ihrer Kinder ist immer zu beachten. Gehen Sie daher bestmöglich mit Ihren Kindern gemeinsam den Mail-Verkehr durch, einseitige Kontrolle sollte nur bei begründeten Sorgen erfolgen. Ggf. löschen Sie nach Rücksprache mit Ihrem Kind die E-Mail-Adresse Ihres Kindes und legen Sie eine neue an. Ihr Kind sollte niemals E-Mails öffnen, deren Absender nicht eindeutig zuzuordnen sind.

Schutz der persönlichen Daten 
Nehmen Sie sich bitte die Zeit und schreiben Sie die ersten E-Mails zusammen mit Ihrem Kind. Denn auch bei der Erstellung einer E-Mail gilt es einiges zu beachten. Vertrauliche und persönliche Daten sollten möglichst vermieden werden, denn sie könnten von fremden Personen abgefangen oder auch an weitere weitergeleitet werden. Auch kann es passieren, dass aus Versehen ein falscher Empfänger eingetragen wurde. Sprechen Sie über die einzelnen Elemente einer E-Mail wie Überschrift, Inhalt, CC- und BCC-Feld und wie diese sinnvoll zu befüllen sind. Machen Sie Ihr Kind auch darauf aufmerksam, jede Nachricht vor dem Absenden noch einmal sorgfältig durchzulesen und alle Felder auf den Inhalt zu überprüfen. 

Telekom Mail - ein sicherer E-Mail-Anbieter 
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen bei Telekom Mail zur Verfügung: Ein werbefreies kostenpflichtiges Mail M Postfach sowie ein kostenloses Freemail Postfach mit den Endungen @magenta.de oder @t-online.de.
Aus rechtlichen Gründen legen Sie bitte die Haupt-Adresse mit Ihrem Namen und Geburtsdatum an, solange Ihr Kind das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Anschließend können Sie zusätzliche E-Mail-Adressen für Ihr Kind anlegen. Zum Postfach gelangen Sie über das Login auf telekom.de oder über die Telekom Mail App (Google oder Apple Store). Wenn Ihr Kind bereits 16 Jahre alt ist, dann kann es sich schon selber ein E-Mail Postfach einrichten.
Telekom Mail bietet einen hohen Sicherheits- und Datenschutzstandard und ist darüber hinaus auch Gründungsmitglied der Brancheninitiative “E-Mail made in Germany“. Des Weiteren wird die E-Mail-Kommunikation SSL-verschlüsselt übertragen. Die Speicherung Ihrer Daten wird nur in Rechenzentren mit Standort Deutschland, mit modernster Sicherheitstechnik und nach deutschem Datenschutzniveau vorgenommen. 
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Freude in der digitalen Welt!

Informationen zu Telekom Mail (AGB)

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