Nachhaltiger Frachter auf See

Die Tres Hombres zeigt den großen Containerschiffen, dass nachhaltiger Warentransport funktioniert.

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Wie bringt man Kaffeebohnen und Rum über den Atlantik, ohne einen einzigen Tropfen Sprit zu verbrauchen? Drei Männer haben darauf eine Antwort gefunden: der Österreicher Andreas Lackner und die Niederländer Jorne Langenlaan und Arjen van der Veen. Seit über 10 Jahren segelt ihr Ökofrachter Tres Hombres emissionsfrei übers Meer, von Europa in die Karibik und zurück – an Bord jede Menge fair gehandelte Waren. Doch bevor es losgehen konnte, hatten die leidenschaftlichen Segler jede Menge Klippen zu umschiffen.
 

  • Von der Idee zum Schiff

    Alles fing im Jahr 2000 an. Damals lernten sich die drei Männer als Matrosen auf dem Dreimaster Europa kennen. Seit Längerem trieb sie die Frage um, wie der Frachttransport über das Meer umweltfreundlicher werden könnte, denn konventionelle Schiffe verursachen hohe Schwefeloxid- und CO2-Emissionen. Also beschloss das Trio, einen emissionsfreien Seefrachtdienst aufzubauen. 2007 entdeckten die drei Gründer im niederländischen Delft endlich ein passendes Schiff für ihren Plan. Dass es stark sanierungsbedürftig war, schreckte sie nicht ab, im Gegenteil: Mit 150 Freiwilligen aus 25 Nationen machten sie das Schiff wieder flott und bauten es zum Segler um. Sie rissen den alten Dieselmotor heraus, erneuerten den Kiel, richteten Masten auf, entfernten 20 Tonnen Ballast und installierten eine Photovoltaik-Anlage sowie Windgeneratoren für den Strom an Bord. Am Ende hatten sie 160.000 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt. Entlohnt wurden die Schiffsbauer und Handwerker unter anderem mit Schiffsanteilen. Lackner, Langenlaan und van der Veen benannten ihren Frachtsegler nach dem Spitznamen, den der Kapitän der Europa ihnen einst gegeben hatte: Tres Hombres – drei Männer. Dann war es endlich so weit: Pünktlich zum Klimagipfel 2009 ging der erste Ökofrachter der Welt auf Jungfernfahrt nach Kopenhagen. Die Ökopioniere gründeten die Firma Fairtransport und waren bereit, in den Seefrachtverkehr einzusteigen.

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  • Aller Anfang ist schwer

    Dem furiosen Start folgte schnell die erste Ernüchterung: Zu Beginn wollte niemand Waren mit der Tres Hombres auf die Reise schicken. Zu klein, zu langsam, zu teuer sei das Schiff – das waren die Bedenken, die den Gründern entgegenschlugen. Also kauften die Abenteurer kurzerhand auf eigene Rechnung Rum in der Karibik und segelten los Richtung Europa, um ihn dort an den Mann zu bringen. Ihr Mut wurde belohnt: Mehr und mehr Produzenten fair gehandelter Produkte wollten den Frachtweg ihrer Güter fortan ebenfalls klimaneutral gestalten. Mittlerweile transportiert das Schiff regelmäßig Wein, Olivenöl, Kaffee- und Kakaobohnen, Stockfisch und andere Güter. Auch die Rum-Eigenmarke Tres Hombres setzte sich am Markt durch – die Macher beliefern damit inzwischen 100 Händler in ganz Europa. Seit 2015 unterhält Fairtransport sogar einen zweiten Frachtsegler, der zwischen Nordsee und Mittelmeer verkehrt. Längst sind andere Unternehmen dem Beispiel der Gründer gefolgt und betreiben ihrerseits Ökofrachter, die über die Weltmeere segeln.

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    • Die Tres Hombres
      in Zahlen

      Mehr Magenta: Tres Hombres nachhaltiger Frachter

      Länge: 32 Meter

      Breite: 6,35 Meter

      Masthöhe: 24 Meter

      Segelfläche: 314 Quadratmeter

      Nutzlast: 35 Tonnen

      Mehr Magenta: Tres Hombres Knoten Geschwindigkeit

      Geschwindigkeit:

      12 Knoten = 22 km/h

      Mehr Magenta: Tres Hombres Seeleute

      Seeleute: 5

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      Trainess: 10

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  • Was die Macher antreibt

    Die Umwelt zu schützen – das ist der zentrale Gedanke, den Lackner, Langenlaan und van der Veen bei allen ihren Geschäften im Blick behalten. Sie haben bewiesen, dass emissionsfreier Frachttransport übers Meer funktionieren und wirtschaftlich rentabel sein kann. Das hat seinen Preis: Wer seine Handelsgüter mit dem Segler Tres Hombres auf die Reise schickt, muss für den Transport etwa drei bis viermal so viel bezahlen wie bei den großen motorisierten Frachtern. Es ist jedoch ein ehrliches Geschäft, denn die konventionelle Frachtschifffahrt kann nur deshalb günstiger kalkulieren, weil sie von ihr verursachte Umweltschäden bei der Preisgestaltung nicht berücksichtigt. Insbesondere Produzenten fairer Produkte sind aber oftmals bereit, höhere Preise zu bezahlen und an ihre Kunden weiterzugeben. Für die Zukunft planen die umweltbewussten Geschäftsmänner, ein drittes Segelschiff auf die Reise zu schicken. Es soll doppelt so lang wie die Tres Hombres werden und zehnmal so viel laden können. Damit möchten die Ökopioniere ihrem großen Traum ein weiteres Stück näherkommen: alle Frachter weltweit unter Segel zu bringen.

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