Digitalisierung der Mobilität:
im Super-Computer über die A2

Bereits seit über 25 Jahren treibt T-Systems die Digitalisierung der Mobilität voran. Doch trotz aller Erfolge stehen die größten Herausforderungen erst noch bevor.

  • Mehr Magenta: Digitalisierung der Mobilität

Im Auge des Sturms

Als Hurrikan Irma am 11. September 2017 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h auf die Küste Floridas zurollte, sah manch ein Experte schon Teslas jähen Absturz kommen. Schließlich betrug die Akkureichweite der günstigsten Varianten der Modelle X und S bestenfalls 320 Kilometer – sagenhaft für ein reines Elektroauto, doch womöglich nicht genug, um dem Sturm zu entkommen. Zudem hätte eine vollständige Wiederaufladung des Akkus stolze 75 Minuten gebraucht, gleichzeitig war aber von Stromausfällen in weiten Teilen des Landes auszugehen. Die bis dato als besonders sicher geltenden Teslas drohten zur Todesfalle zu werden.

Womit niemand rechnete: Per sogenanntem Over-the-Air-Update ließ sich die künstliche Drosselung der Akkus dieser Modelle kurzerhand entfernen. Über Nacht verfügten die betroffenen Wagen über 25 % mehr Leistung – einfach so, ohne Werkstattbesuch oder sonstiges Zutun des Besitzers. Eine Pressemitteilung später war aus dem möglichen PR-Fiasko ein realer PR-Coup geworden, der Teslas Image als zukunftsorientierte Marke eindrucksvoll unterstrich.

      • Mehr Magenta: Park and Joy auf Smartphone

      • Mehr Magenta: Park and Joy Icon

        PARK AND JOY

        Finden und bezahlen Sie mit der Park and Joy App automatisch freie Parkplätze an Ihrem Wunschziel – nur Einparken müssen Sie noch selbst.

        Mehr erfahren


  • Der Schrauber wird zum Auslaufmodell

    Eine Episode, die das Dilemma aller KFZ-Mechaniker gut verdeutlicht. Denn schon in wenigen Jahren droht so manche Werkstatt obsolet zu werden; so wie auch die Mechanik selbst beim Auto der Zukunft zunehmend in den Hintergrund tritt. Anzeichen dafür gab es schon länger: Supersportwagen haben Schaltwippen am Lenkrad statt manueller Schaltgetriebe, manche gar elektrische Bremsen, bei denen das Pedal keinerlei mechanische Funktion mehr hat.

    Knapp 33 Jahre nach der Erfindung des ersten Navigationssystems ist mittlerweile jeder gewöhnliche Kleinwagen zum Rechenzentrum auf Rädern mutiert. Längst basieren etwa 90 % der Innovationen im Automobilsektor auf Elektronik und Software. Mehr als 100 Steuergeräte kontrollieren inzwischen einzelne Fahrzeugfunktionen, bis zu 8 Kilometer Kabel stecken in jedem PKW. Schätzungen zufolge wird sich der Elektronikanteil in Neufahrzeugen von derzeit 16 % bis 2023 mehr als verdoppeln. Laut dem Zulieferer Continental dürfte die Software bei einem Premiumfahrzeug dann etwa 40 % des Verkaufswerts ausmachen.

  • Mehr Magenta: Auto der Zukunft - Mann mit Navigationsgerät


      • Mehr Magenta: GREYP E-BIKE G6

      • GREYP E-BIKE G6

        Mountain-Biking mal anders: Dank leichtem Karbonrahmen, starkem Elektromotor und smarter App wird garantiert jede Ausfahrt zum Erlebnis.

        Mehr erfahren


  • Der Partner der Primusse

    Die ‚Schuld‘ daran trägt nicht zuletzt die Telekom: Durch die Übernahme der früheren IT-Tochtergesellschaften von Daimler und Volkswagen entstanden, gehört die Automotive-Sparte von T-Systems seit über 25 Jahren zu den Big Playern der automobilen Digitalisierung. 13 der 20 weltgrößten Hersteller vertrauen T-Systems nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die Leistungen sind dabei so breit gefächert wie die Automobilproduktion selbst – bis hin zur Entwicklung neuer Plattformen fürs autonome Fahren. Insbesondere bei Letzterem genießt man natürlich auch einen klaren Heimvorteil, denn schließlich ist es 5G, dass das autonome Fahren ohne menschlichen Eingriff überhaupt erst ermöglicht.

    Doch die lange Liste neuer Erfindungen hat auch ihren Preis. Spurhalte-Assistent, Abstandswarner, Müdigkeitserkennung, Einpark-Automatik und selbst der Bewegungssensor für die Kofferraumklappe – sie alle werden derzeit noch oft über separate Steuerungseinheiten bedient. Der Entwicklungsschritt vom heutigen teilautomatisierten zum vollständig autonomen Fahren würde die herkömmliche elektrisch-elektronische Architektur jedoch sprengen. Vereinfacht gesagt würden mehr Datenströme auch mehr Steuergeräte und dementsprechend mehr Bauraum und Gewicht verlangen.

  • Mehr Magenta: Auto der Zukunft - Autoelektronik im Miniatur-Test


  • Mehr Magenta: Digitalisierung der Mobilität - Autogerüst
  • Drei Fliegen mit einer Klappe

    Derzeit geht es also vor allem darum, Platz für Neues zu schaffen. Die bisherigen Systeme sind so zu zentralisieren, dass einige wenige Steuereinheiten für das gesamte Fahrzeug genügen. Dabei muss jedoch nicht nur die Stabilität gewährleistet, sondern auch die zunehmende Gefahr durch Hackerangriffe berücksichtigt werden. Ein Katz-und-Maus-Spiel, das bei mehr als 100 Millionen Code-Zeilen in der Software auch noch häufigere Sicherheitsupdates mit sich bringen wird. Doch während automatische Software-Aktualisierungen in der Unterhaltungselektronik längst Standard sind, erfordern sie in der Automobilbranche oft noch einen weiteren Besuch in der Vertragswerkstatt.

    Die Krux dabei: Allein im Jahr 2018 hätten 6,3 Millionen Fahrzeuge in Deutschland ein Software-Update erhalten müssen – doch einige Fahrzeughalter lassen aus Bequemlichkeit längst nicht jede Aktualisierung durchführen. Automatische Over-the-Air-Updates könnten so also nicht nur den Herstellern Millionen Euro sparen, sondern auch die allgemeine Verkehrssicherheit erhöhen. Sogar die Installation gänzlich neuer Funktionen und Dienste wäre auf diesem Wege künftig denkbar, wodurch gleichzeitig der Wertverlust eines Autos verringert würde.

  • Mehr Magenta: Auto der Zukunft - 5G


  • Mehr Magenta: Auto der Zukunft - Licht


  • Alle Hände voll zu tun

    Parallel dazu verschob T-Systems aber erst kürzlich wieder die Grenzen des bereits Machbaren und erreichte Stufe 4 von 5 auf dem Weg zum autonomen Auto. Zusammen mit dem israelischen Startup Ottopia entwickelte man erfolgreich ein Pilotprojekt zum ferngesteuerten Fahren: Von Stuttgart aus steuerte ein Mitarbeiter einen PKW über eine Teststrecke in Tel Aviv. Was zunächst nach einer reinen Spielerei klingt, könnte schon bald flächendeckend praktische Anwendung finden. In der Logistik würden LKW ferngesteuert vom Ladekran zur Lagerhalle fahren, im Hotelgewerbe das Fahrzeug des Gasts einfach vom Eingang in die Tiefgarage gesteuert.

    Vom Infotainment-System über verschiedene Fahrassistenten bis hin zur Wartung hat T-Systems eigentlich überall seine Finger im Spiel. Da überdies aber auch noch ca. 3.000 Autohäuser im Bereich der Sales und Aftersales Services unterstützt werden wollen, haben die rund 4.000 Automotive-Experten derzeit gut zu tun. Die Chancen stehen also gut, dass bereits in Ihrem aktuellen Auto sehr viel Telekom steckt – und in Ihrem nächsten wohl erst recht.

Weitere Artikel