• IL CACCIATORE – THE HUNTER

    Ein Mann macht Jagd auf die Mafia


    Italien, Anfang der 1990er-Jahre: Nach einer Welle von Mordanschlägen der sizilianischen Cosa Nostra befindet sich das Land im Schockzustand. Nur in Palermo nimmt eine Truppe furchtloser Staatsanwälte den Kampf mit der Mafia auf, darunter der ehrgeizige Ermittler Saverio Barone.

    IL Cacciatore – The Hunter läuft bei MagentaTV.


  • Die Handlung

    Ein Mord ist nicht genug

    In der Region um Palermo hat sich der Mafioso Leoluca Bagarella (David Coco) zum Boss der Bosse hochgemordet. Das Blut Dutzender Menschen klebt an den Händen des Clanchefs der Corleonesi. Ein Netz aus befreundeten Mafiafamilien sichert seine Herrschaft ab sowie ein ihm ergebenes Heer aus kleinen Gangstern, korrupten Beamten und kaltblütigen Killern. Nach außen hin führt Bagarella ein unauffälliges und bescheidenes Leben mit seiner Frau Vincenzina (Roberta Caronia) und lässt sich vom naiven Tony Calvaruso (Paolo Briguglia) in einem alten Fiat durch die Stadt kutschieren, unentdeckt von der Polizei.

    Tatsächlich tappt die zentrale Ermittlungsbehörde in Palermo, der sogenannte Anti-Mafia-Pool, völlig im Dunkeln, was den Aufenthaltsort von Bagarella und anderen hochrangigen Mafiosi betrifft. Nach den Morden an zwei berühmten Untersuchungsrichtern kurz zuvor scheint die Abteilung zudem wie gelähmt. Frischen Wind bringt der ehrgeizige Neuzugang Saverio Barone (Francesco Montanari) in den Kreis der Ermittler. Generalstaatsanwalt Elia (Roberto Citran) holt ihn in die Truppe, nachdem Barone einen früheren Vorgesetzten der Korruption überführt hat. Mit unkonventionellen Methoden und einem hochmütigen, machtbewussten Auftreten macht sich der Neue allerdings keine Freunde unter den Kollegen. Besonders mit dem erfahrenen Staatsanwalt Mazza (Francesco Foti) gerät Barone in fast jeder Folge immer wieder aneinander.

  • Ein kleiner Fisch beißt an

    Auch der berufliche Erfolg lässt auf sich warten. Ein Jahr lang jagt der junge Staatsanwalt einem kleinen Fisch aus dem Machtbereich von Bagarella hinterher, immer wieder verliert sich dessen Spur im Nichts. Bis endlich der Zufall zu Hilfe kommt und Barone die Verhaftung des Mafioso gelingt. Dieser Fang und ein interner Konflikt im Corleone-Reich setzen auch Bagarella unter Druck. Gemeinsam mit den Brüdern Giovanni und Enzo Brusca, alten Verbündeten, zieht er gegen einen feindlichen Clan in den Krieg. Dieser wird viele Opfer fordern – und den Ermittlern die Chance geben, die Mafia endgültig zu besiegen. Doch werden sie die Chance auch nutzen?

  • IL Cacciatore: Mafiaboss Bagarella ist Pate des Corleone-Clans. Der kaltblütige Mafiaboss Bagarella (David Coco), Pate der Corleonesi, hat in Palermo die Macht an sich gerissen. Unentdeckt von der Polizei führt er nach außen ein unscheinbares Leben.
    IL Cacciatore: Die Staatsanwälte ermitteln gemeinsam. Die Staatsanwälte Carlo Mazza (Francesco Foti, li.) und Saverio Barone (Francesco Montanari) ermitteln gegen den Corleone-Clan. Die beiden impulsiven Männer geraten dabei oft aneinander.
    IL Cacciatore: Mafioso Giovanni Brusca ist Auftragskiller. Giovanni Brusca (Edoardo Pesce) hat es als Auftragskiller in der Mafia-Hierarchie ziemlich weit nach oben gebracht. Er ist ein loyaler, aber schwieriger Gefolgsmann von Bagarella.
    Il Cacciatore: Staatsanwalt Barone Der ehrgeizige und machtbewusste Saverio muss bei seinen Ermittlungen gegen Mafiaboss Bagarella auch Rückschläge hinnehmen.
  • Die wahre Geschichte

    Der Kampf des Alfonso Sabella

    Die Serie IL Cacciatore – The Hunter beruht auf der Lebensgeschichte des italienischen Staatsanwaltes Alfonso Sabella, wie er sie in seinem autobiografischen Roman „Der Mafia-Jäger“ aufgeschrieben hat. Sabella, der in Italien eine Berühmtheit ist, hat auch an der Umsetzung des Zwölfteilers mitgewirkt. Die Figur des jungen Ermittlers Saverio Barone, der den Machenschaften der Mafia in Palermo ein Ende bereiten will, ist dem echten Sabella nachempfunden. Alle Mafiosi, die in der Serie unter ihren realen Namen auftreten, haben tatsächlich gelebt oder leben heute noch – im Gefängnis. Es kann deshalb nicht schaden, einen Blick auf die Wirklichkeit in Italien zu Beginn der 1990er-Jahre zu werfen, auch wenn sich die Handlung des Krimis auch ohne dieses Wissen mühelos erschließt.

    Im Jahr 1992 lässt die Mafia kurz hintereinander die beiden erfolgreichen und beliebten Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino ermorden. Mit ihnen sterben weitere neun Menschen bei den Bombenanschlägen. Auch Politiker, Journalisten und Polizeibeamte stehen auf der Todesliste der organisierten Kriminalität. Bilder blutüberströmter Leichen, zerfetzter Autos und Gebäude in Trümmern bestimmen die Nachrichten in dieser Zeit.
     

    Mafiakriege mit tausend Toten

    Drahtzieher der Attentate ist der Pate der sizilianischen Cosa Nostra, Salvatore Riina, genannt Totò. Riina führt den Clan der Corleonesi an und befehligt aus einem geheimen Versteck heraus ganze Hundertschaften. Seine Macht hat er in den 70er- und 80er-Jahren in zwei Mafiakriegen mit mehr als 1.000 Toten errungen. Erst im Januar 1993 kann die Polizei Riina verhaften und im Anschluss sein Vermögen von umgerechnet 125 Millionen Dollar beschlagnahmen.

    Sein Nachfolger an der Spitze der Cosa Nostra wird Riinas Schwager Leoluca Bagarella. Bagarella befiehlt Bombenanschläge in Florenz, Rom und Mailand im Sommer 1993, die zehn Todesopfer und fast hundert Verletzte fordern. Einer von Bagarellas wichtigsten Komplizen ist Giovanni Brusca, ein kaltblütiger Killer, auf dessen Konto das Attentat auf Richter Falcone geht. Er war es, der den Sprengstoff zu einer Bombe zusammenbaute und per Fernzündung sprengte. Auch die Ermordung des 14-jährigen Sohnes eines Mafiosos, der zur Polizei übergelaufen ist, hat Brusca veranlasst.

    Riina ist 2017 im Gefängnis gestorben. Bagarella und Brusca sitzen bereits seit Mitte der 90er in Haft. Die Festnahmen und Verurteilungen der beiden Bosse gehen auf Sabellas Konto. In seiner Laufbahn hat er insgesamt mehr als einhundert Mafiosi hinter Gitter gebracht.
     

    Die Inszenierung

    Mord, Schweiß und Tränen

    Wie gelingt es nun den Regisseuren Stefano Ludovichi und Davide Marengo, diesen weithin bekannten Stoff in eine spannende Serie umzusetzen? Ganz einfach: Bei der Handlung halten sich die beiden eng an die Fakten. In diesem Zusammenhang ist es verblüffend, wie ähnlich die Darsteller den realen Figuren der Vergangenheit sehen, man muss sich im Internet nur einmal Fotos von Sabella, Bagarella und Co. aus den 90ern anschauen.

    • IL Cacciatore: Mafia-Pate Bagarella (David Coco). Mafia-Pate Bagarella (David Coco)
    • IL Cacciatore: Staatsanwalt Barone (Francesco Montanari). Staatsanwalt Barone (Francesco Montanari)
    • IL Cacciatore: Auftragskiller Brusca (Edoardo Pesce). Auftragskiller Brusca (Edoardo Pesce)
  • Wenn es um die Details geht, spitzen Ludovichi und Marengo die Geschichte gekonnt dramatisch zu und spielen mit der Fantasie der Zuschauer: Wie zufällig schwenkt die Kamera über ein Beil, das auf einem Tisch griffbereit liegt. In der Abflussrinne eines Kuhstalls schwimmt in öliger Flüssigkeit ein Goldzahn. Ein alter Verbündeter von Bagarella sitzt auf dem Bett allein in seinem Zimmer – mit bloßem Oberkörper und einem Rosenkranz in der Hand. Ein kluger Schnitt löst manche Szene überraschend auf, Cliffhanger inklusive. Die Bilder im Kopf bleiben.

  • Thriller der Extraklasse

    Das ist eine der Stärken der Serie: Sie erzeugt Bilder, ohne sie zu zeigen . Die Verfolgung eines Mafioso zum Beispiel spiegelt sich für lange Zeit nur im Gesicht von Barone wider, der die Jagd im Einsatzwagen am Funkgerät mithört. Auch mit Szenen expliziter Gewalt gehen die Regisseure äußerst sparsam um, wohl wissend, dass sie die echten Bilder der Ermordeten und Geschundenen aus den 90ern an Eindringlichkeit nicht überbieten können. Mord geschieht in der Serie dann, wenn die Kamera nicht hinschaut, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Manchmal ist mehr zu hören als zu sehen, Schüsse zum Beispiel, mit einem Schalldämpfer abgefeuert. Was der Zuschauer sieht: Verbrechen und Verbrechensbekämpfung sind harte Arbeit. Die Mafiosi kommen bei ihrer mörderischen Tätigkeit schon mal ins Schwitzen und die Staatsanwälte sind der Verzweiflung meistens näher als einem Ermittlungserfolg.

    Und weil sich die Figuren außerdem einer einfachen Einteilung in Gut und Böse entziehen, weil Staatsanwalt Barone ein unsympathischer Drecksack sein darf und Bagarella ein liebevoller Ehemann und empathischer Arbeitgeber – und weil der Zuschauer trotzdem mit Barone mitfiebert und Bagarella in den Knast wünscht, ist IL Cacciatore – The Hunter sowohl Drama als auch Mafia-Thriller der Extraklasse. Eine zweite Staffel wurde in Italien bereits in Auftrag gegeben.

  • © 2019 687 LLC



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