• GET SHORTY 2

    "No Biz like Showbiz" - ein Ganove in Hollywood

  • Krimiserie

    Die Show geht weiter

    Der Ganove und Schuldeneintreiber Miles Daly will aus dem kriminellen Milieu aussteigen und versucht, als Filmproduzent in Hollywood Fuß zu fassen. Das ist die Geschichte der Fernsehserie Get Shorty. Das Remake des Films mit John Travolta und Gene Hackman nach dem gleichnamigen Roman von Elmore Leonard war 2017 die bis dahin erfolgreichste Originalserie des Pay-TV-Senders Epix. Die zweite Staffel ließ deshalb nicht lange auf sich warten.

    Get Shorty 2 läuft bei MagentaTV.

  • Rückblick

    Die erste Staffel im Schnelldurchlauf

    In Get Shorty treibt Miles Daley (Chris O’Dowd) für eine kriminelle Bande Geld bei Gläubigern ein. Der Beruf stellt seine Ehe mit Katie (Lucy Walters) und das Verhältnis zu Tochter Emma (Carolyn Dodd) auf eine harte Probe. Doch wie soll Miles seinem Leben eine neue, gesetzeskonforme Richtung geben? Eher zufällig fällt ihm bei einem Job ein Drehbuch in die Hände. Gemeinsam mit seinem Partner Louis und dem zweitklassigen Filmproduzenten Rick Moreweather (Ray Romano) macht sich Miles an die Umsetzung des Historienschinkens mit dem Titel „The Admiral’s Mistress“, beseelt von der Vorstellung, im Filmbusiness Millionen zu verdienen.


    Doch die Ganovin Amara (Lidia Porto), die mit kalter Härte über einen Drogenring herrscht und zu Miles’ einstigen Auftraggebern gehört, kommt den dreien in die Quere. Um nicht aufzufliegen, beteiligt Miles sie an dem Filmprojekt. Wie nicht anders zu erwarten, führt das erst recht zu Komplikationen, denn plötzlich treiben sich Mitglieder der Bande am Set und im Studio herum. Auch menschlich kommen sich Showbiz und Drogengeschäft näher: Filmproduzent Rick und Gangchefin Amara werden ein Paar und auch Miles’ Kumpel Louis (Sean Bridgers), ein Mormone mit strikten Grundsätzen, freundet sich mit Produktionsassistentin Gladys an. Am Ende der ersten Staffel steht das Projekt auf Messers Schneide, genau wie die Zukunft von Miles.

  • Get Shorty: Die beiden Chaoten hecken wieder etwas aus. Was die beiden Chaoten da wohl wieder aushecken …
    Get Shorty: Miles Daly führt ein Doppelleben. Die Hauptfigur Miles Daly führt ein Doppelleben und versucht nicht aufzufliegen.
    Get Shorty: Gangster-Braut Amara. Eine Gefahr für Miles Daly ist die Gangster-Braut Amara.
  • Get Shorty 2 – Die Story

    Heißes Pflaster Los Angeles

    Trotz der Steine, die ihm in den Weg gelegt werden, hält der von Chris O’Dowd gespielte Miles Daley an seinem Plan fest, „The Admiral’s Mistress“ fertigzustellen. Ihm bleibt allerdings auch nichts anderes übrig. Amara will möglichst rasch Geld sehen und mischt sich in die Produktion ein. Während des ersten Screenings kommt es zum Eklat, auf Druck von Amara überarbeitet Miles die komplette Schnittfassung. Parallel versucht Miles, weitere Projekte an Land zu ziehen, und muss dabei feststellen, dass auch in Hollywood mit harten Bandagen gekämpft wird. Nach einem Erweckungserlebnis in einem abgelegenen Motel sieht er plötzlich klar – für einen neuen Film und auch für sein Privatleben. Dass damit nicht gleich alle Probleme gelöst sind, muss Miles allerdings rasch erfahren. Sowohl um sein neues Projekt in Los Angeles als auch um seine Familie muss er kämpfen – und gerät zwischen die Fronten zweier Verbrecherorganisationen, des FBI und eines machtbesessenen Filmproduzenten.

  • Die Figuren

    Geld, Liebe, Macht, Verrat

    Das bekannte Figurentableau aus Get Shorty sorgt weiter für Spannungen: Konflikte spitzen sich zu, neue, überraschende Feindschaften entspinnen sich, manche mit tödlichem Ausgang. Es herrscht Misstrauen auf allen Seiten. Einmal fragt Amara ihren Liebhaber Rick nach einer gemeinsamen Nacht unvermittelt: „Kann ich dir wirklich vertrauen?“ Die Frage ist durchaus berechtigt, arbeitet Rick doch undercover mit der Polizei zusammen, allerdings immer unwilliger. Das Verhältnis der beiden zueinander ist explosiv, jeden Augenblick kann die liebevoll-freundschaftliche Beziehung in eine für Rick tödliche Gegnerschaft münden: Lidia Porto ist als kriminelle Clanchefin ein lauerndes Raubtier, Ray Romano ein wendiger Charmeur, der sich aus jeder gefährlichen Situation herauslaviert. Das Paar verkörpert am offensichtlichsten die Verflechtungen zwischen Filmbusiness und Verbrechen: Hollywood legt sich im wahrsten Sinne des Wortes mit Dealern und Mördern ins Bett.


    Dieses Motiv – die Verbindung des vermeintlich ehrlichen Filmgeschäfts mit der Unmoral der Verbrecherwelt – steht in der zweiten Staffel von Get Shorty im Zentrum. Miles’ Filmprojekt kann nur mithilfe der kriminellen Bande gelingen. Mit der Folge, dass der eine oder andere Unschuldige auf der Strecke bleibt. Umgekehrt muss sich die Unterwelt im hellen Licht des Showbusiness mit brutalen Aktionen zurückhalten, zumindest an der Oberfläche. Darunter freilich herrschen weiterhin die kalten Regeln der Verbrecherorganisation, die keine Fehler verzeiht: Sie liquidiert Verräter und auch, wer nicht mehr gebraucht wird, muss um sein Leben fürchten.

  • Miles (Chris O′Dowd) präsentiert Amara (Lidia Porto) seinen Film. It’s Showtime: Miles (Chris O’Dowd, re. vorn) präsentiert Amara (Lidia Porto) seinen Film.
    Amara (Lidia Porto) und Rick (Ray Romano) unterhalten sich. Explosives Verhältnis: Amara mag Rick (Ray Romano), misstraut ihm aber auch.
    Amara mit Mitgliedern ihrer Gangsterbande. Ärger im Anmarsch: Amara mit ihrer schlagkräftigen Truppe.
    Miles (Chris O′Dowd) und seine Tochter Emma (Carolyn Dodd). Miles bemüht sich um ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter Emma (Carolyn Dodd).
  • Was ist gut und was ist böse?

    Im Verlauf der zweiten Staffel zeigt sich immer eindringlicher, dass auch das Filmgeschäft nicht nur ein Hort des Schönen, Wahren und Guten ist. Bezeichnenderweise kommt der ärgste Widersacher in der zweiten Staffel nicht aus der kriminellen Unterwelt, sondern aus dem oberen Management eines Filmstudios: Der moralisch durch und durch verdorbene Produzent Lawrence Budd (Steven Weber) torpediert Miles‘ neues Projekt „Wylderness“ nach Kräften. Mit seinem Gegenspieler aus Staffel 1, Amaras Neffen Yago (Goya Robles), hat sich Miles dagegen auf eine Weise arrangiert, die seinem Film äußerst förderlich ist. Jedenfalls zu Beginn.


    Was gut ist und was böse, verschwimmt so allmählich vor den Augen des Zuschauers. Diese Ambivalenz spiegelt sich besonders in der Figur von Miles’ Partner wider. Der von Sean Bridgers mit viel Understatement gespielte Louis pendelt zwischen Filmglamour und dunkler Verbrecherwelt. In Hollywood gibt er den Drehbuchautor, in der Unterwelt Nevadas erledigt er weiterhin Jobs für Amaras Bande. Und während er seine neue Bekanntschaft Gladys schüchtern und rücksichtsvoll umwirbt, ndet er nichts dabei, Schauspieler zu bedrohen und Gangmitglieder auszuschalten, wenn es Clanchen Amara für erforderlich hält.

  • Der Held

    Die Verwandlung des Miles Daley

    Im Mittelpunkt aller Verwicklungen steht Miles. Sein Versuch, die kriminelle Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen, ist der zentrale Bezugspunkt der Handlung. Mehr noch als in Staffel 1 ist Miles in den neuen Folgen ein Suchender nach sich selbst. Ein Roadtrip unter Drogeneinfluss ist der Wendpunkt. „Ich bin Filmproduzent“, sagt er anschließend selbstbewusst ins Telefon. Mit echten künstlerischen Ambitionen! Und auch gegenüber seiner Frau und seiner Tochter ndet er zu einer neuen Haltung. Der Weg ist damit noch nicht zu Ende, im Gegenteil: Er hat für Miles gerade erst richtig begonnen. Dass ihn seine Vergangenheit dabei immer wieder einholt, ist die fast schon tragische Ironie der Geschichte.


    Chris O’Dowd spielt diesen Miles Daley wie schon in der ersten Staffel preisverdächtig gut, mit einem Gesicht und Blicken, die mehr als die berühmten tausend Worte sagen: aufbrausend, zweifelnd, charmant, verloren, verletzt. Sein Miles ist jemand, der viel falsch machen muss, bis ihm etwas gelingt. Im Zusammenspiel mit Ray Romano als Rick entfaltet Chris O’Dowd in der Serie auch sein großes komisches Talent.


    Der raue Ton, den Get Shorty auch in Staffel 2 passend zur Handlung setzt, ist mit viel schwarzem Humor und fast schon feinsinnigen Anspielungen auf Filme und andere Serien hinterlegt. Wie schon in den vorangegangenen Folgen ist das vor allem Davey Holmes, dem Ernder und Produzenten der Serie, sowie Adam Arkin zu verdanken, der bei den meisten Folgen Regie führte. Fazit: Wem die erste Staffel geel, der wird die zweite lieben.

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