Weihnachtslieder und ihre Geschichten

Von besinnlich bis zuckersüß – Weihnachtslieder gehören zum Fest wie das Lametta am Christbaum.
Um manche der beliebtesten Klassiker ranken sich kuriose Geschichten.

  • Mehr Magenta: Weihnachtslieder

Was wäre Weihnachten ohne Lieder? Musik ist ideal dazu geeignet, die einzigartige, besinnliche Stimmung einzufangen, die uns zu dieser Zeit ergreift. Dies gilt auch für das Lieblingsweihnachtslied der Deutschen: Stille Nacht, heilige Nacht gehört laut Umfrage von YouGov und Statista für 37 % von uns einfach zum Fest dazu. Der Klassiker ist zudem das weltweit bekannteste Weihnachtslied und die UNESCO hat ihn 2011 sogar zum Weltkulturerbe erklärt.

  • Eine einfache Melodie

    Ob sich der junge österreichische Pfarrer Joseph Mohr das vor mehr als 200 Jahren hätte träumen lassen? Dieser stand am 24. Dezember 1818 vor einem Problem: Er sollte durch die Christmette in der St.-Nikola-Kirche in Oberndorf bei Salzburg leiten – doch ausgerechnet an Heiligabend gab die Orgel ihren Geist auf. Für den Pfarrer war ein Gottesdienst ohne Musik undenkbar, also bat er den Dorfschullehrer und Aushilfsorganisten Franz Xaver Gruber um Hilfe: Dieser sollte Mohrs Gedicht Stille Nacht, heilige Nacht auf die Schnelle für Gesang, Chor und Gitarre vertonen. Gruber wählte für das Stück eine so einfache wie anrührende Wiegenmelodie und die Oberndorfer Kirchengemeinde zeigte sich bei dessen Darbietung zutiefst ergriffen.

    Virale Weihnachtsmelodie

    Ursprünglich aus der Not geboren, ging das Lied bald um die Welt – und das ganz ohne Internet. Tiroler Sänger aus dem Zillertal sangen es auf ihren Tourneen durch Europa, Russland und die USA. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden englische Übersetzungen und zur Jahrhundertwende wurde es auf allen Kontinenten gesungen. Heute erklingt Stille Nacht, heilige Nacht zur Weihnachtszeit weltweit in mehr als 300 verschiedenen Sprachen und Dialekten – von der Südseeinsel Samoa bis zu den Inuit in der Arktis.

    • Weihnachtsplaylist

      Für Hip-Hop-Fans:
      Christmas Rappin’ – Kurtis Blow
      Christmas in Hollis – Run DMC

      Für Jazz-Aficionados:
      Christmas in New Orleans – Louis Armstrong
      Show Me the Magic – Jamie Cullum

      Für Rastafaris:
      Christmas Is Here (Sound the Trumpet) – The Wailers

      Für ein punkiges Fest:
      I Won’t Be Home for Christmas – Blink-182
      Merry Christmas (I Don’t Want to Fight Tonight) – The Ramones

      Für Indie-Rocker:
      Green Grows the Holly – Calexico
      Christmas Was Better in the 80s – The Futureheads

      Für Fans des schweren Lamettas:
      Mistress for Christmas – AC/DC
      Silent Night – Manowar

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  • Schmalzige Weihnachten

    Einfach nur Kitsch oder ganz große Kunst? Dass sich Weihnachtsstimmung auch komplett anders vertonen lässt, haben George Michael und Andrew Ridgeley als Pop-Duo Wham! bewiesen. Ihr Evergreen Last Christmas ist immerhin das zweitbeliebteste Weihnachtslied der Deutschen. Dass sich der Herzschmerzsong im Synthie-Sound der 1980er-Jahre so lange gehalten hat, scheint kurios. Vielleicht noch kurioser ist aber seine Entstehungsgeschichte. Gerüchten zufolge wollten Michael und Ridgeley das ‚Rührstück‘ eigentlich zu Ostern 1985 unter dem Titel Last Easter veröffentlichen! Da sich ihre Plattenfirma von einem Weihnachtssong jedoch mehr versprach, wurde die Nummer mit minimalen Änderungen bereits im Dezember 1984 als Last Christmas auf den Markt gebracht.

    Was lange währt ... bringt richtig Geld

    Seinerzeit schafften es Wham! übrigens nicht an die Spitze der britischen Hitparade. Dennoch hat sich der ‚zweckentfremdete‘ Hit inzwischen mehr als ausgezahlt. Seit der Erstveröffentlichung stürmte Last Christmas schätzungsweise 130 Mal die Charts und die fälligen Tantiemen sollen sich jedes Jahr auf rund 10 Millionen Dollar belaufen.

    So umstritten wie Last Christmas unter Musikfans auch ist: Das vielleicht schmalzigste Weihnachtslied aller Zeiten hat sich zum echten Evergreen gemausert. Es wurde nicht nur von zahlreichen bekannten Popstars gecovert, sondern auch von renommierten Indiegruppen wie Manic Street Preachers und Jimmy Eat World sowie von den deutschen Bands Erdmöbel und Madsen.

  • Mehr Magenta: Zwei Frauen feiern Weihnachten


      • Mehr Magenta: StreamOn - Frau schaut auf Smartphone

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Mehr Magenta: Paar singt Weihnachtslieder

    • Musik verbindet

      Sie singen für Ihr Leben gern und das nicht nur zur Weihnachtszeit? Dieses Hobby teilen Sie mit vielen Menschen – und im Internet sind Gleichgesinnte nur einen Klick entfernt. Wenn Sie Lust haben, gemeinsam mit anderen Musikbegeisterten im virtuellen Chor zu singen, dann schauen Sie doch zum Beispiel mal unter diesen Links nach: 

      https://onlinechor.wordpress.com/blog-2
      https://www.popupchoir.de


  • Süßer die Kassen nie klingeln

    Die Jungs von Wham! sind auch nach 35 Jahren schwer zu toppen. In puncto kommerzieller Erfolg läuft ihnen trotzdem ein anderer Weihnachtsklassiker den Rang ab. Sein Schöpfer war sich seiner Sache offenbar von Anfang an sehr sicher: „Ich habe gerade den besten Song getextet, den ich je geschrieben habe, ach was, den besten, den überhaupt je jemand geschrieben hat!“ Mit diesen Worten soll Komponist Irving Berlin seinen Sekretär zum Diktat von White Christmas gebeten haben. Geht man nach den reinen Verkaufszahlen, dann hat Berlin keinesfalls zu dick aufgetragen. Bereits die erste Version des Songs aus dem Jahr 1942 fand einen so reißenden Absatz, dass sich die Masterbänder nach wenigen Jahren abgenutzt hatten.

  • Doppelte Bescherung

    Die 1947 neu aufgenommene Version des Sängers Bing Crosby ist bis heute die bekannteste und hat sich laut Guinness-Buch der Rekorde allein als Single mehr als 50 Millionen Mal verkauft. Damit ist White Christmas zugleich das meistverkaufte Weihnachtslied und die meistverkaufte Single aller Zeiten. Apropos Bing Crosby, White Christmas ist nicht der einzige weihnachtliche Song, der dem Sänger einen Welterfolg beschert hat: Mit Silent Night, einer englischsprachigen Version von Stille Nacht, hatte Crosby bereits 1935 einen zeitlosen Megahit gelandet – mit bis zu 30 Millionen verkauften Tonträgern.

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