25 Jahre Telekom: Nur 160 Zeichen –
wie die SMS die Welt veränderte

Er hat das Konzept entwickelt: Der Mobilfunk-Pionier Friedhelm Hillebrand ist der Erfinder des Short Message Service (SMS).

  • Mehr Magenta: Interview mit SMS-Erfinder Friedhelm Hillebrand - Bühne

Vor einem Vierteljahrhundert wurde die Deutsche Telekom privatisiert, bereits 1992 verschickte der britische Ingenieur Neil Papworth die erste SMS der Welt. Nach wie vor wird der sogenannte Short Message Service in Deutschland rege genutzt, doch vieles hat sich seitdem verändert. Der einst konkurrenzlose Kurznachrichtendienst steht in einem harten Wettbewerb mit modernen Messenger-Diensten.

Friedhelm Hillebrand ist ein Mann der ersten Stunde: Er war maßgeblich an der Entwicklung des Mobilfunk-Standards GSM beteiligt und gilt hierzulande als der Vater der SMS. Seine Arbeit trug dazu bei, dass das Wort simsen in jedem Deutschwörterbuch steht. Zum 25. Geburtstag der Deutschen Telekom, seines früheren Arbeitgebers, blickt Hillebrand auf die einzigartige Erfolgsgeschichte der SMS-Technologie zurück.


  • Herr Hillebrand, wie ist die Idee zur SMS entstanden?

    Vor meiner Tätigkeit im Mobilfunk hatte ich in der Datenkommunikation gearbeitet und suchte nach einer Lösung dafür, wie man im GSM-System Texte übertragen kann – ganz ohne Zusatzgeräte wie Fax oder Computer. Ich vermutete, dass dies für Mobilfunk-Kunden sehr interessant sein könnte. Die Lösung sollte mit jedem Mobiltelefon und in jedem GSM-Netz funktionieren.

    Wie ging es mit der Konzeption weiter?

    Text eingeben konnte man – wenn auch etwas umständlich – mit der Telefontastatur. Es ergab sich eine anfängliche Begrenzung auf 160 Zeichen pro Nachricht und der Name Short Message Service (SMS) entstand. Als einziges neues Element musste das SMS-Center eingeführt werden. Das war ein Server, der die Nachrichten speicherte, wenn der Empfänger nicht erreichbar war.

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  • Welche Herausforderungen stellten sich Ihnen bei der Entwicklung der SMS?

    Mein Management der Telekom hatte viele Fragen dazu, wie die SMS den Kunden nutzen würde. Um die Entscheider und mich selbst zu überzeugen, schrieb ich mit einer Schreibmaschine viele kleine „Briefchen“ mit bis zu 160 Zeichen. Im Juli 1985 wurde der Dienst grundsätzlich akzeptiert und als „essenziell“ klassifiziert. Das hieß, dass er von jedem Handy und in jedem Netz unterstützt werden musste.

    Sie wurden 2019 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen das?

    Es ist für mich sehr schön, dass meine auf internationaler Ebene geleistete Arbeit in Deutschland nun diese große Anerkennung findet.

    Hand aufs Herz – SMS oder ein aktueller Messenger?

    SMS ist ein Konzept von 1984. Es ist fast ein Wunder, dass der Dienst heute noch existiert. Ich bedauere es sehr, dass es den Netzbetreibern nicht gelungen ist, SMS weiterzuentwickeln oder einen neuen Dienst mit fortschrittlichen Funktionen wie etwa bei WhatsApp zu realisieren. Aber da aktuelle Messenger einige Grundkonzepte der SMS-Technologie nutzen und ich der Vater der SMS bin, muss ich doch der Großvater der aktuellen Messenger sein.


  • 25 Jahre Deutsche Telekom – ein Weltkonzern im Wandel der Zeit


    Markantes Logo:
    Das große T wird zum Erkennungszeichen
    des soeben privatisierten Unternehmens.

    Mobil simsen und telefonieren:
    Telly D1 Extra heißt der erste
    Prepaid-Tarif von T-Mobile.

    Schnelles Internet:
    Mit T-DSL beginnt die Breitbandvernetzung
    der deutschen Haushalte.

    Der Ball rollt:
    Die Deutsche Telekom wird Hauptsponsor
    des FC Bayern München.

    Markenversprechen:
    "Erleben, was verbindet" wird
    das neue Versprechen des Konzerns.

    Glasfaserausbau:
    Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu
    1 GBit/s sind die Grundlage für eine
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    die europaweit ersten Antennen der
    neuen Mobilfunk-Generation.

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    Fußball Europameisterschaft in Deutschland.


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