Umzugskartons richtig packen


Nach langer Suche ist die perfekte Wohnung endlich gefunden und der Umzug in die neuen vier Wände kann geplant werden. Vor allem das Hab und Gut muss dabei ordentlich und effizient in Umzugskartons verstaut werden. Wer dieses Vorgehen sorgfältig und mit einem Plan angeht, der spart sich hinterher beim Transport und Umzug, aber auch beim Einsortieren im neuen Zuhause eine Menge Zeit und Nerven. Beim richtigen Packen von Umzugskartons gibt es eine ganze Menge zu beachten. Die Umzugshelfer sollen sich schließlich wegen zu schwerer Umzugskisten nicht den Rücken kaputtmachen und auch die Lieblingsvase soll heil bleiben und nicht in 100 Einzelteilen ankommen. Besonders wichtige Dinge sollte man zudem schnell zwischen all den Kartons wiederfinden können.

Checkliste, wie du deine Umzugskartons richtig packst

Damit das Umzugskistenpacken dir nicht unnötig viel Zeit abverlangt, haben wir eine Checkliste mit ein paar Tipps angelegt, die dir bei der Organisation deiner Umzugskisten helfen soll. Auch wenn du eine Spedition für deinen Umzug beauftragst, ist eine ordentliche Kartonplanung entscheidend.

1: Besorg dir vernünftiges Verpackungsmaterial

Es ist sinnvoll, bereits im Vorfeld an das Packen der Umzugskisten zu denken und sich um das Anschaffen von Verpackungsmaterial zu kümmern. Oft hilft es, bei Familie und Freunden anzufragen, ob sie noch Umzugskisten oder Kartons haben, denn bekanntermaßen kommt in so einem Haushalt mehr zusammen als man glaubt. Eine ebenfalls günstige Alternative sind Bananenkisten oder andere Kartons, die man im Supermarkt bekommt. Natürlich kann man sich Umzugskartons auch im Baumarkt besorgen. Wer allerdings viele Kartons benötigt, der wird auch ein bisschen was dafür ausgeben müssen. Damit alles bruchsicher und gut verpackt im neuen Zuhause ankommt, werden als Grundausstattung noch folgende Dinge benötigt:

  • Klebeband
  • Packpapier/Zeitungspapier
  • Luftpolsterfolie
  • Stifte zum Beschriften

Wie viele Kartons du benötigen wirst, kann man pauschal meist nur schwer sagen. Das kommt immer darauf an, wie viele Dinge du besitzt. Manche haben einen Raum voller Bücher, andere wiederum leben minimalistisch. Online findet man Kartonrechner, die einem bei der Abschätzung der benötigten Kartons helfen können.

2: Schleppe keinen Ramsch mit

Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit, um sich von unnötigem Zeug zu trennen. Über die Jahre sammeln sich bei so gut wie jedem unnütze Dinge in der Wohnung, dem Keller oder Dachboden an. Schlau ist, wer sich frühzeitig Raum für Raum vornimmt und Dinge aussortiert, die er ewig nicht mehr benutzt hat. Was unbrauchbar oder kaputt ist, wandert in den Müll oder Sperrmüll. Ansonsten kann man vor allem Kleidung spenden oder auf dem Flohmarkt verkaufen. Mit gründlichem Ausmisten spart man sich das Schleppen von Ramsch in die neue Wohnung und fühlt sich direkt wohler.

3: Packe deine Umzugskartons mit System

Fange etwa vier Wochen vor dem Umzugstermin an, die ersten Kisten zu packen – am besten ein bis zwei am Tag. Das dauert täglich maximal eine halbe Stunde und du hast am Ende deutlich weniger Stress. Fliegt dabei alles in die Umzugskiste, was einem gerade in die Finger fällt, wird das spätere Auspacken garantiert zur Tortur. Wichtig: Mische keine Dinge aus verschiedenen Räumen und denke daran, die Kartons an allen sichtbaren Seiten zu beschriften. So weißt du bei gestapelten Kartons sofort, was drin ist, für welchen Raum der Karton bestimmt ist und du findest später alles schneller wieder.

4: Achte beim Packen auf das Gewicht

Nutze für schwere Dinge wie Bücher besser kleine Kartons, für leichte Sachen wie Klamotten eher größere. Achte unbedingt darauf, dass die Kartons nicht zu schwer sind. Je nach Kraft und Ausdauer deiner Umzugshelfer sollten 15 bis 20 Kilogramm das obere Limit sein. Teste deshalb zwischendurch immer mal wieder, ob die Kartons leicht hochzuheben sind. Platziere schwere Dinge immer ganz unten, leichte oben. Halbvolle Kartons, die schon schwer genug sind, kannst du mit Kissen oder anderen leichten Gegenständen füllen. Für Klamotten bieten sich als kostengünstige Alternative auch Müllbeutel an.

5: Geschirr bruchsicher verpacken

Wickle Zerbrechliches immer in Zeitungspapier, das du am besten schon einige Wochen vorher sammelst. Zur weiteren Auspolsterung eignen sich Hand- und Geschirrtücher. Du kannst auch Luftpolsterfolie nutzen, um Scherben zu vermeiden. Für Gläser gibt es auch spezielle Kartons mit Trenneinsätzen, zusätzlich kannst du deine Socken in Vasen und Gläser stopfen, das beugt Bruchschäden ebenfalls vor. Geknülltes Papier hilft Zwischenräume zu füllen. Wichtig bei Geschirr ist immer, dass der Karton auch wirklich einen stabilen Boden hat. Befindet sich nämlich zu viel Geschirr im Karton, kann der Boden aufreißen und der Schaden ist nicht mehr abzuwenden.

6: Kleidung ordnungsgemäß einpacken und transportieren

Egal, wie korrekt du deine Umzugskartons auch packst, deine Kleidung wird nie ganz knitterfrei in der neuen Wohnung ankommen. Besonders lange und wertvolle Kleidungsstücke solltest du am besten auf dem Bügel in einer Kleiderschutzhülle transportieren. Es gibt zudem spezielle Kartons, in die man wie in einen kleinen Kleiderschrank aus Pappe, Blusen, Mäntel oder Sakkos einhängen kann. Alle anderen Kleidungsstücke verstaut man am besten in einem normalen Karton. Socken kann man auch wunderbar als „Lückenfüller“ verwenden. Auch hier gilt: Schwere Kleidungsstücke gehören nach unten, leichte nach oben.

7: Der „Erste-Tag-im-neuen-Zuhause“-Karton

Alles, was du sofort im neuen Zuhause benötigst, solltest du in einen besonders gekennzeichneten Karton packen. Dazu zählen ein paar Klamotten und Lebensmittel für den ersten Tag. Außerdem ein wenig Geschirr, Zahnbürste, Medikamente, Kulturbeutel, Handtücher sowie Sachen für die Uni oder den Job usw. So hast du am ersten Tag direkt alles griffbereit und kannst stressfrei in den Tag starten. 
Und wenn du es so gar nicht magst, Kartons zu packen oder weil es einfach zu viele sind, dann kann eine Spedition die bessere Lösung für dich sein. Die Profis haben sämtliches Material dabei und befördern dein Hab und Gut in Windeseile in Umzugskartons. Allerdings kostet das Ganze natürlich ein wenig.


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