Sicheres Online-Banking

Sicheres Online-Banking

Online-Banking ist modern, bequem, zeitsparend und findet immer mehr Anwender – aber birgt auch Risiken. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie sich und Ihr Geld schützen können.

Immer mehr Verbraucher erledigen Ihre persönlichen Bankgeschäfte vermehrt über das Internet – Tendenz steigend. Denn auch im Finanzwesen gilt: Die Zukunft gehört dem Internet. Doch gerade hier lauern auch Gefahren. Vermehrt versuchen Gauner Tag für Tag, Online-Banking-Kunden um ihre Ersparnisse zu bringen. Wenn Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten, gehen die Online-Betrüger leer aus.

1. Sicherer Computer
Viele Schadprogramme z. B. Trojaner oder Spyware zielen darauf ab, persönliche Daten von Ihrem Computer zu stehlen. Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der PC, den Sie für Online-Banking verwenden, sicher ist. Dazu gehört u. a. eine aktuelle Virenschutz-Software sowie ein Browser, der regelmäßig aktualisiert wird. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unserem Ratgeber "PC-Sicherheit".

2. Sichere Übertragung
Neben der Sicherheit Ihres PCs muss beim Online-Banking natürlich auch gewährleistet sein, dass Ihre Daten nicht auf dem Weg zur Bank ausspioniert werden. Achten Sie also darauf, dass am Anfang der Adresszeile Ihres Browsers "https:" anstelle des sonst üblichen "http:" steht. Dieses Kürzel garantiert, dass Ihre Daten nur verschlüsselt übertragen werden und Sie ausschließlich mit Ihrem Kreditinstitut kommunizieren. Gerade beim Online-Banking ist eine solche 128-Bit-SSL-Verschlüsselung ein Standard.

3. Wichtige Hinweise für PINs, TAN- Nummern und Passwörter
Achten Sie besonders auf eine sichere Aufbewahrung von Passwörtern, TAN-Nummern und PINs. Vor allem für Letztere benötigen Sie einen sicheren Aufbewahrungsort, zu dem Unbefugte keinen Zugang haben. Durch regelmäßige Änderung der PIN-Nummer für Ihr Online-Banking erhöhen Sie hier zusätzlich die Sicherheit. Aktivieren Sie zudem keinesfalls "Passwort speichern", "Autovervollständigen" o. ä. Funktionen beim Online-Banking. Damit werden Zugangsdaten und Passwörter relativ ungesichert auf der Festplatte gespeichert. Weitere Tipps zu sicheren Passwörtern finden Sie in unserem Ratgeber "Sichere Passwörter".

Achten Sie ebenso darauf, dass Sie wenn Sie eine speziellen Online-Banking-Programme nutzen, auf die Möglichkeit der dauerhaften iTAN-Listen oder PINs Speicherung verzichten. Sie können hingegen ein mobiles TAN-Verfahren oder eine spezielle HBCI-Chipkarte Ihrer Bank nutzen. So wird z. B. während einer Überweisung eine mobile TAN generiert und via SMS an Ihr Mobiltelefon gesendet. Das derzeit sicherste Verfahren ist das sogenannte Home Banking Computer Interface kurz "HBCI". Dieses HBCI-Chipkarten-Verfahren bietet mehr Schutz vor Datendiebstahl als eine manuelle Eingabe der iTAN und das mTAN-Verfahren bei einer Geld-Transaktion.

4. Sicherheitsrisiko Internetcafé
Vermeiden Sie es möglichst, Online-Banking an fremden Computern durchzuführen. Das gilt vor allem für PCs, die öffentlich zugänglich sind, wie in Internetcafés. Denn Sie können nie sicher sein, wie gut diese PCs geschützt sind oder was Ihr Vorgänger auf dem Rechner installiert hat.

5. Browser sicher machen
Zudem sollten Sie Online-Banking nur auf Browsern durchführen, die auf dem neuesten Stand sind. Internetbetrüger nutzen oft Sicherheitslücken in Software aus, um an geschützte Daten zu kommen. Führen Sie daher regelmäßig Software-Updates für Ihren Browser durch und verwenden Sie keinesfalls eine Beta-Version. Diese Programmversionen enthalten oft noch Sicherheitslücken. Außerdem sollten Sie beim Online-Banking Plug-ins innerhalb Ihres Browsers deaktivieren. Das gleiche gilt auch für die Java-Funktion. Falls Sie auf diese Funktionen nicht dauerhaft verzichten wollen, installieren Sie einen extra Browser nur für Online-Banking.

Spezial-Software nutzen
Alternativ können Sie auch spezielle Software zum Online-Banking nutzen, die keine Zugangsdaten speichern und Sie vor digitalen Angreifern schützen. Ein Beispiel hierfür ist die bewährte Finanz-Software WISO Mein Geld. Diese Software ist preisgünstig und bietet den größtmöglichen Schutz vor Pharming und Phishing. Zudem verfügt sie über 4.000 Bankzugänge – Tendenz steigend.

Vorsicht vor WLAN
Zusätzlich sollten Sie kein Online-Banking über öffentliche oder ungesicherte WLAN-Hotspots durchführen. Wie Sie Ihren eigenen WLAN-Zugang schützen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber "WLAN-Sicherheit". Falls Sie eine Funktastatur für Ihren PC verwenden, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Modell die Daten verschlüsselt überträgt.

6. Vorsicht vor falschen E-Mails und Homepages
Geldinstitute mit Online-Banking und deren Kunden zählen zu den häufigsten Opfern des sogenannten Phishings. Dabei werden Kunden mit falschen E-Mails dazu gebracht, Ihre persönlichen Daten preiszugeben. Wie Sie sich vor Phishing schützen können und mehr zu dem Thema, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema "Phishing". Auch durch das sogenannte Pharming versuchen Datendiebe, Online-Banking-Kunden um Ihre Zugangsdaten – und damit auch um Ihr Geld – zu bringen. Beim "Pharming" geht es darum, Kundendaten durch gefälschte Homepages in Erfahrung zu bringen. Daher ist es sinnvoll die Web-Adresse Ihrer Online-Bank in einem Tab zu speichern und immer nur darüber aufzurufen oder die Web-Adresse der Online-Bank immer per Hand einzugeben. Mehr zu weiteren Schutzmaßnahmen erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema "Pharming".

7. Schutz beim Online-Banking
Während des Online-Bankings sollten Sie darauf achten, ob bestimmte Dinge anders sind als gewöhnlich. Tätigen Sie z. B. eine Überweisung und entdecken dabei Dinge im Online-Banking-Fenster, an die Sie sich nicht erinnern können, wenden Sie sich direkt an Ihre Bank und lassen Sie gegebenenfalls Ihr Konto sperren. Überprüfen Sie bei einer Überweisung genau die Daten des Empfängers. Ein Zahlendreher könnte verursachen, dass Ihr Geld auf einem anderen Konto landet und es kann sehr zeitraubend werden es wiederzubeschaffen. Zu guter Letzt ist es sinnvoll nach jeder Online-Banking-Sitzung den Zwischenspeicher (Cache) Ihres Browsers zu löschen. Dadurch verhindern Sie, dass sich Ihre persönlichen Daten ungesichert auf Ihrem Computer befinden.